Gestern Abend in Carn Dûm…

Ithilduin

Quest-Mob
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Kindheitserinnerungen:

„Iss immer Deinen Teller auf… Andere Kinder auf dieser Welt wären froh, wenn sie dieses Essen vor sich haben dürften…“

Vor mir stand ein Teller einer undefinierbaren grünen Masse.

Ich konnte mir schon als Kind nicht vorstellen, dass es irgendwo auf dieser Welt einen Mangel an grünen, ekelig aussehenden Schleim geben würde, aber Mama´s Wort war damals Gesetz…


Sprung in die Gegenwart:

Vorgestern waren wir in Carn Dûm, hatten also gestern Abend noch eine ID auf diese Instanz… Also trafen wir uns gestern Abend zum Resteessen im Sippenhaus mit dem Vorsatz, Carn Dûn wieder erfolgreich zu erobern…

Aus der Gruppe vom Montag waren einer der Jäger sowie der Schurke nicht dabei, dafür wurden wir von einer Jägerin und einem Waffenmeister unterstützt.

Alle standen im Sippenhaus und warteten… auf mich *verschämt guck*


Ich wurde aufgehalten…


Es gibt nur einen Ort, den ich mehr fürchte als Helegrod, die große 24-Mann&Frau-Instanz…

den ich mehr fürchte, als den Hort des Balrog in der Spalten-Instanz…

den ich mehr fürchte, als eine Fernfahrer-Toilette auf der A3 nach vorherigem Genuss einer herzhaften Portion Chili con Carne…


Das Auktionshaus in Bree…


Was ich da schon an Silber und Gold und vor allen Dingen an Zeit verbraten habe, ist unglaublich… Kann man eigentlich nur mit dem gleichen Kosten- und Zeitaufwand vergleichen, der anfällt, wenn eine Frau beschliesst, dass mal wieder Zeit ist, auf die Suche nach einem neuen Paar Manolo Blahnik´s zu gehen…

Irgendwann kam aber auch ich im Eiltempo *räusper* am Sippenhaus an und wir porteten uns hoch nach Angmar, vor die Tore von Carn Dûm.

Der Vorteil dieser ID-Geschichte besteht ja darin, dass viele der am Vortag erlegten Gegner nun nicht mehr in der Instanz zu finden sind, einfach weil sie bereits das Zeitliche durch unsere Gruppe von Gestern gesegnet haben…

So kamen wir recht zügig durch die Instanz, um eine heroische Aufgabe epischen Ausmaßes zu bewältigen… die Befreiung und den Begleitschutz eines in Carn Dûn gefangen gehaltenen Streiters für das Gute…

Wir kämpften uns also zu dem Knaben hin… obwohl einige Trolle diese Idee nicht wirklich prickelnd fanden, nahmen wir darauf keine Rücksicht… und standen schon bald vor dem Gefangenen…

Welcher mit seinem 45-kg-Gewicht sofort durch die noch schlafenden Trolle hindurch tänzelte… und uns anschließend vom Ausgang aus freudig zu winkte, dass wir doch zu ihm kommen sollten…

Na Mahlzeit… auf Zehenspitzen balancierten wir also zwischen den Trollen durch…

Hatten aber eines vergessen…


Habt ihr schon einmal einen voluminösen Zwerg in voller Kampfausrüstung schleichen gesehen???


Das ist ungefähr so, als würde Ottfried Fischer bei Stars in der Manage beschließen, einen Hochseil-Akt ohne Netz und doppelten Boden durchzuführen…

Nach ungefähr 3 Meter versuchten Schleichens schreckten also alle Trolle hoch… sowas hatte ich zuletzt erlebt, als ich mich mit 13 Jahren auf einer Klassenfahrt nachts in der Jugendherberge in den Schlafsaal der Mädchen geschlichen hatte und sich auf einmal das Chili con Carne vom Mittagessen (siehe oben) geräuschvoll zu Wort meldete…

Berge von wütenden Mädchen, welche mich mit Kissen bewarfen… hach, welch eine Erinnerung…

Berge von wütenden Trollen, welche uns mit Keulen bewarfen, brachten mich zurück in die Gegenwart.

Wir prügelten, hauten, traten, bissen, spuckten und sangen verschiedene Musikstücke von Celine Dion in den falschesten Tönen, um uns gegen diese Übermacht zu erwehren…

Und das Unglaubliche geschah… wir überlebten ohne eine einzige nennenswerte Schramme.

Das war übrigens mehr Glück, als ich damals in der Jugendherberge hatte… ihr könnt Euch nicht vorstellen, zu welchen Grausamkeiten weibliche Teenager fähig sein können…

Aber diese Lektion habe ich jetzt auch für alle Zeiten gelernt…




Zitat des Tages:
„Lasst den Typen mal ruhig vorgehen“
 
Gut, dass Du damals die Eiertreterin noch nicht kanntest! ;)
 
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