fic: I won't let you down [Mass Effect | Shega | multi chapter | Ch3]

Millijana

Rare-Mob
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Und da wäre dann Kapitel drei
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nur zur Information: Die Diloge sind frei übersetzt, sehr frei teilweise, ohne si emir vorher nochmal anzusehen.
Ich kann mir die deutsche Synchro leider nicht antun. Ich habe das versucht, aber es ist einfach "falsch".


Alte Freunde und Helden





Ihr Kopf schwirrte. Den Primarchen von Menae holen. Kinderspiel. Sicher. Vom Mond eines Planeten der unter heftigem Reaper Beschuss stand. Der Planet auf dem Garrus vermutlich gerade war.

Der turianische Ratsherr hatte ihr die Hilfe seines Volkes angeboten, aber das würde laut seiner Aussage nur gehen, wenn der Primarch sicher war.

Es bestand jedoch auch die kleine Möglichkeit, dass sie jemanden fand der ihr sagen konnte, wo Garrus war und wann sie das letzte Lebenszeichen von ihm empfangen haben. Jetzt wo Kaidan ausgefallen war und noch nicht sicher war, ob James blieb, brauchte sie jemanden der sie verstand. Liara war gut und eine Freundin, aber sie war nicht wie die anderen.


Sie würde jemanden an ihrer Seite brauchen, der dachte wie sie. Jemand bei dem sie ihre Wut abladen konnte und der das verstand. Mit dem Rest würde sie dann umgehen können.

Nebenbei wäre es auch fantastisch ein paar mehr erfahrene Soldaten an Bord zu haben. Ohne Kaidan und James war sie die einzige mit militärischer Ausbildung. Nicht, dass sie davon zurückschrecken würde, aber es wäre schon ganz hilfreich.



Sie ging auf den Aufzug zu, der sie in die Geschäftsbereiche des Präsidiums bringen sollte und blieb überrascht stehen. Hatte er nicht gesagt, dass er hier nichts zu suchen hatte?

Sie zuckte mit ihren Schultern und ging auf ihn zu.



„Hey.“

„Shepard. Liara hat mir gesagt, dass der Rat nicht daran interessiert ist uns zu helfen.“

„So ungefähr.“ Sie musterte ihn aus dem Augenwinkel. Uns? Hieß das er blieb an Bord?

„Tse. Warum sollten sie auch… Sieh dich doch nur mal hier um. Hier herrscht kein Krieg. Es wird darüber geflüstert oder auch gesprochen, aber wirklich glauben tun sie’s nicht.“

Sie konnte sich das ironische Grinsen nicht verkneifen. „Ich nehme an, du treibst dich das erste Mal hier mit der Elite der Galaxis herum, was?“

Er zuckte mit der Schulter. „Ich war schon auf der Citadel, aber nie hier oben im Präsidium. Es… ist hier einfach falsch. Sieht alles hübsch aus, ruhig und friedlich, aber das ist nur eine Illusion.“

„Es war friedlich. Früher mal.“

James machte ein ungläubiges Geräusch. „War es das? Wirklich? Wenn es ernst wird igeln sie sich ein und hoffen, dass sie nicht betroffen sind. Sie glauben lieber an das hier…“ Er machte eine Geste zu dem künstlichen Himmel und den hübsch angelegten Gärten des Präsidiums hinter ihm. „…als sich der Wahrheit zu stellen.“

„Das wird ein böses Erwachen für sie geben. Jede einzelne Spezies wird fallen, eine nach der anderen, wenn sie nicht mit uns zusammen arbeiten.“

„Ohne Scheiß, als wenn das nicht genug Grund wäre.“

Ella nickte. Sie wusste was er meinte und konnte ihm nur zustimmen. Aber weiter drüber reden machte auch wenig Sinn und half ihnen nicht, den Rat zur Vernunft zu bringen. Taten würden das allerdings tun. Und zwar hoffentlich bevor, eine der Heimatwelten fiel.

„Und ist es dabei geblieben, dass du zurück zur Erde willst?“

„Verdammt, sicher, will ich das, aber…“

Ella sah ihn mit erhobener Augenbraue an. „Aber?“

„Du hattest Recht, Anderson auch. Wir können sie nicht allein aufhalten. Und nebenbei sieht es so aus, als hättest du deine Hände ganz schön voll damit diese pendejo Politiker davon zu überzeugen und ihnen zu helfen. Ich bin dabei, komme was wolle.“

„Ich bin froh das zu hören.“ Sie lächelte ein wenig. Es war nicht übertrieben das zu sagen.


Sie war erleichtert. Sogar sehr erleichtert. Wenn sie also nach Menae flog, würde sie einen erfahrenen Soldaten an Bord haben. Nebenbei war James‘ Anwesenheit auf dem Schiff sehr angenehm und er schien gut in die Crew zu passen. Oder dem, was sie sich unter Crew vorstellte. Sie hatte bisher nicht den Kopf gehabt, die neue Crew wirklich kennen zu lernen.







Die Normandy war erst in sechs Stunden wieder zum Auslaufen datiert. Die Crew war auf Landgang und das Schiff leer oder verlassen. Es würden einige Crewmitglieder hinzukommen, um das Schiff voll funktionstüchtig zu haben

Sie entschied sich dagegen weiter auf der Citadel zu bleiben und kümmerte sich stattdessen auf der Normandy um Bestellungen und Vorräte und studierte Karten und Meldungen über Angriffe und Truppenbewegungen.

EDI informierte sie auf ihren Wunsch hin über die Rückkehr verschiedener Crewmitglieder, so dass sie wusste wie sie hießen und was ihre Aufgabe war. Einige von ihnen, die ihre Posten wieder antraten besuchte sie und wechselte ein paar Worte mit ihnen. Eine Sache, die sie als kommandierender Offizier sehr ernst nahm. So hatte sie es gelernt und so würde sie es auch weiter handhaben, selbst in Kriegszeiten.

Neue Mitglieder die, auf Hacketts Befehl hin, zur Crew hinzustießen wurden ihr ebenfalls angemeldet und ihre Dienstakten auf ihrem Terminal gesandt. Sie las nur einige, bis sie von einer abgelenkt wurde, die die Besetzung einer besonderen Position vorstellte. Jemand, den sie gerne persönlich kennenlernen würde.

Im Shuttle Bay begegnete sie Lt. Cortez. Er war ihr Shuttle Pilot. Er und James schienen sich bereits zu kennen und pflegten einen sehr lockeren freundschaftlichen Umgang, was ihr während sie sich mit Cortez unterhielt das ein oder andere Lächeln abrang.

Dass James schon wieder zurück war, hatte sie bereits bei seiner Ankündigung durch EDI gewundert.

Das Gespräch mit Cortez war sehr angenehm. Er war ein sympathischer Kerl, der gerade erst seinen Ehemann verloren hatte. Ein weiteres Opfer der Collectors. Eine weitere Kolonie, die ausgelöscht worden war. Cortez war einer der glücklichen Überlebenden. Wobei glücklich hier wohl etwas übertrieben war, wenn man bedachte welchen Preis er im Endeffekt bezahlt hatte.

Diese ganze Scheiße kotzte sie so dermaßen an.

Sie wollte bereits wieder nach oben gehen, warf aber noch einen Blick auf James. Auch wenn sie ihn jetzt schon ein gutes halbes Jahr kannte, wusste sie im Grunde nicht viel über ihn. Vielleicht sollte sie sich auch mal mit ihm unterhalten.

Sie hätte nun einfach EDI bitten können ihr auch seine Akte zukommen zu lassen, zog das persönliche Gespräch aber doch vor.

Das Gespräch verlief anders als erwartet. Er wollte es mit ihr aufnehmen, wollte sie aus dem Gleichgewicht bringen… Da musste er früher aufstehen. Sie hatte sich nicht gegen einen riesen Haufen Männer durchgesetzt, um sich nun von seinen Flirts überraschen zu lassen. Das war der Umgang auf einem Schiff.


„Eigentlich bin ich wirklich nur gekommen um mich zu unterhalten, aber jetzt kann ich auch für die Show bleiben“, erwiderte sie gelassen auf die Frage, warum sie hier runter gekommen sei.

Er sprang drauf an und teilte ihr mit, dass sie sich was Besseres ausdenken musst um ihn rot werden zu lassen. Sie grinste; das konnte er haben.


Dass er sie zum Sparring auffordern würde, um zu reden, hatte sie nicht gedacht, aber es kam ihr ganz gelegen. Sie hatte ihm noch nicht ihre Meinung über seinen Stunt auf dem Mars gesagt gehabt und das würde ihr Gelegenheit bieten ihm dafür eine reinzuhauen.

Aber sie wartete, sie ließ ihn erst reden. Er erzählte ihr von seinem Auftrag auf Fehl Prime, von seinem CO Captain Toni. Von den Collectors, davon, dass er sich hatte entscheiden müssen, ob die Kolonisten überlebten oder aber die Informationen über die Collectors sichern würden. Informationen, die sie gebraucht hätten um sie zu besiegen, die aber nutzlos gewesen waren, weil Shepard die Collector Heimatwelt zerstört hatte.

Sie verstand. „Du konntest des nicht wissen Vega, also hör verdammt nochmal auf dir Vorwürfe zu machen.“

„Wer sagt dass ich das tue?“, konterte er mit dem nächsten Schlag.

„Ich“, lautete ihre Antwort als sie ihn ins Gesicht traf. Er war zu unkonzentriert. Es beschäftigte ihn zu sehr, als dass er ihr noch ausweichen konnte oder wollte. „Dein Stunt auf dem Mars war rücksichtslos. Du kannst froh sein noch zu leben.“

„Ach ja?“

„Ach ja.“ ‚Blödes Arschloch‘ ging es ihr durch den Kopf während sie seinen nächsten Schlag abwehrte. „Dir mag es vielleicht scheißegal sein ob du lebst oder stirbst.“

„Oder ich bin einfach nur bereit alles zu tun, was verdammt nochmal notwendig ist um diesen beschissenen Krieg zu beenden.“

Er war so wütend, dass er nicht kommen sah, dass sie seinen Schlag als Möglichkeit nutzen würde ihn über ihre Schulter aufs Kreuz zu legen. „Vielleicht bist du das, aber wenn du auch nur halb so gut bist, wie ich es denke brauchen wir dich lebend, Vega“, sagte sie, als sie über ihm stand.

Er rappelte sich auf und ging an ihr vorbei während sie redete. Er drehte sich nach einem Moment um „Danke, für die Arschtritt.“

Sie hob einen Mundwinkel. „Jederzeit.“

Sie wollte sich schon herumdrehen, als er sie nochmal ansprach. „Hey, und danke für den Tanz, Lola.“

Sie zögerte. Doch dann drehte sie sich noch mal herum. „Lola, ja?“

„Siehst halt wie eine Lola aus.“

Sie hob erst ihre Augenbrauen, musste dann aber grinsen. Spitznamen waren nicht unüblich. Und der hier war immerhin nicht lächerlich, wie viele der anderen, die sie gehört hatte. Außerdem bot ihr das eine Vorlage. Sie grinste noch ein wenig breiter und legte ihre Hand auf ihre Hüfte. „Du bist süß, darum lass ich dir das durchgehen. Für den Moment.“ Sie strich sich eine Haarsträne, die aus dem Dutt gerutscht war, aus der Stirn und drehte sich dann wieder um.

„Jetzt hast du’s geschafft. Jetzt bin ich rot geworden“, sagte er mit einem Lachen hinter ihr.


Menae war ein Erfolg. In mehrfacher Hinsicht. Nicht nur, dass sie den Primarchen sicher an Bord wusste, nein, sie hatte nicht einmal nach Garrus suchen müssen.

Er war schon vor ihr da gewesen. Reaper Spezialist und Berater Garrus. Sie hatte ihn den halben Rückflug zur Normandy damit aufgezogen.

Jetzt saßen sie hier am Tisch und sie versuchte die verbrauche Energie wieder aufzufüllen. Sie hatte mit Garrus schon gesprochen und war diejenige gewesen, die ihn gezwungen hatte mitzukommen. Er sollte gar nicht erst anfangen, mit irgendwelchen scheiß Kalibrierungen. Er würde jetzt mitkommen und sie würde einen Kaffee trinken und was essen und er würde… irgendwas zu sich nehmen.

James kam nach einer Weile zu ihnen und setzte sich zu ihnen und sogar Liara kam aus ihrem Loch gekrochen.


„Und du willst also Wrex davon überzeugen, dass die Turianer seine Freunde sind.“

Sie grinste. „Nein, das schaffe nicht mal ich. Aber ich werde mit ihm reden. Wäre nicht das erste Mal.“

„Ich hab gehört, da stand auch jemand mit einer geladenen Waffe in eurer Nähe… zur Sicherheit, falls dir die Argumente ausgehen.“

„Dann weißt du ja was du zu tun hast.“

„Ja, großartige Idee, lass den Turianer den Kroganer erschießen. Das wird sicher bei den Friedensverhandlungen helfen.“

„Kein Stück. Aber ich glaube es wäre egal wer ihn erschießt.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Denn, wenn wir ihn nicht überzeugen, dann niemanden von seinen Leuten.“

„Wohl wahr.“

„Du hast mit einem Kroganer diskutiert?“

Garrus lachte. „Von Weitem sah es aus, als würden sie sich mit Blick töten wollen. Oder jede Sekunde erschießen, je nachdem welche Sicherung zuerst durchgeknallt wäre.“

„Ich hatte die Situation voll unter Kontrolle. Ich musste ihm nur klarmachen, das sich im Recht war. Und zwar sehr deutlich.“

„Darum stand Ash auch mit geladener Waffe zehn Meter hinter euch.“

Ella seufzte. „Sie war vorsichtig.“ Das Grinsen war verschwunden. Ja, Ash hatte drauf geachtet, unter Kaidans schockiertem Blick. Sie war eine der besten Marines gewesen, die sie gekannt hatte… „Ich sollte mit dem Primarchen reden…“ Sie stand auf und nahm ihren Kaffee mit.


Sie sahen ihr alle nach.

„Was war das?“ fragte James.

„Ashley und Shepard waren sehr gute Freunde gewesen.“

James sah zu Liara. Er brauchte einen Moment. „Ist sie…?“

Garrus nickte. „Ja, wir haben sie auf Virmire zurücklassen müssen. Ein Heldentod, aber Shepard hat die Entscheidung treffen müssen. Ash oder Kaidan.“

„Ich erinnere mich. Gunnery Chief Ashley Williams. Wurde post mortem befördert und geehrt, für außerordentliche Leistung im Dienst der Alliance.“

Liara nickte. „Shepard hat dafür gesorgt und keine Ruhe gegeben.“

„Kann ich mir vorstellen.“

„Nein, nicht mal im Entferntesten, Junge.“

James sah ihn an, als der Turianer sich erhob.

„Ich glaube Udina hat sie drei Wochen nicht in sein Büro gelassen nachdem sie mit ihm fertig war.“

„Ernsthaft?“

Liara lachte und nickte. „Ich habe das Video gesehen. Er war mehr als blass, als er sie aus seinem Büro hat entfernen lassen.“

„Ihre Wutanfälle und der Rausch im Purgatory danach waren aus ausgesprochen amüsant. Immerhin hatte die Crew den halben Laden für sich allein.“

Liara lachte wieder. „Stimmt.“

James versuchte sich das vorzustellen und war nicht überrascht, dass es ihm leicht fiel. Commander Shepard vergrault die Gäste in einem Club und fliegt nicht einmal raus, weil sich keiner mit ihr und ihrer Crew anlegen will.

Es war still am Tisch geworden. James sah zwischen den beiden hin und her. Garrus drehte sich plötzlich um und ging zurück zu seinem Posten.


James sah fragend Liara an. „Und was sollte das jetzt, Doc?“

„Der Abend, von dem wir eben gesprochen haben. Das war eine Woche bevor die Normandy zerstört wurde.“ Sie seufzte. „Wir alle denken nicht gerne daran zurück.“

James nickte. Es war für die ganze Galaxie ein Schock gewesen. „Ja, das muss schwer gewesen sein.“

Liara lächelte ihn traurig an. „Mehr als das, Lieutenant.“


Er blieb allein zurück, als auch Doc zurück in ihre Kabine ging. Diese Crew war der verrückteste Haufen, den er je gesehen hatte.

Vakarian hatte sich bereits auf Menae so nahtlos ins Squad eingefügt, dass er sich selbst wie das dritte Rad am Wagen vorgekommen war. Die beiden brauchten nicht reden, keine Kommandos; er wusste was sie tun würde, bevor sie auch nur zur Bewegung angesetzt hatte. James hatte daneben gestanden, wie die beiden sich nur angesehen und genickt hatten.

Er hatte ihnen folgen können, klar, aber diese beiden harmonierten perfekt auf dem Schlachtfeld.

Seine Gedanken rasten.

Es war davon auszugehen, dass es bei Alenko ähnlich war. Wenn der Major also wieder auf dem Damm war, so konnte er selbst aber davon ausgehen im Bodenteam ersetzt zu werden.

Er griff nach seinem Kaffee und stand auf.


Ein Scheiß würde passieren. Er würde sich den verdammten Platz im Team verdienen. Er war weit besser als halb so gut, wie sie dachte. Er würde keines Falls hier auf dem Schiff bleiben und zusehen, wie sie den ganzen Spaß hatten. Das konnte sie sich von der Backe schmieren.
 
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