Gestern Abend in Mittelerde…

Ithilduin

Quest-Mob
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Männer zu zerbrechen, ist nicht schwer…

Männer verzweifeln zu lassen, ist keine große Kunst…

Männer zu treten, wenn sie am Boden liegen, können nicht nur argentinische Fussballspieler gut…


*ins Taschentuch schneuz*

*um Fassung ring*


Aber der Reihe nach…

Kennt ihr das… ihr tankt ein riesenhaftes Ungetüm… den Schild zum Schutz erhoben, das Schwert drohend zum Schlag ausholend (übrigens bin ich mittlerweile auch zu einem Schwert als Waffe gewechselt, nachdem ich jahrelang in Mittelerde nur mit einem Dolch bewaffnet durch die Gegend gezogen bin… immerhin soll es ja angeblich nur auf die Technik ankommen, nicht auf die Größe… und nein, auch nicht auf den Durchmesser… *Kopf schüttel*)…

Auf jeden Fall bin ich zum Schwert gewechselt, nachdem ich eines Abend etwas früher als erwartet nach Hause gekommen bin und meinen kleinen Hobbit-Bruder dabei überrascht, wie er sich mit meinem in tausend Schlachten, in blutigen Gefechten, in endlosen Gemetzeln geführten heiligen Kampfdolch… sein berühmtes Mozzarella-Schinken-Sandwich mit Remoulade und Ei schmierte…

Okay… also ich stand vor diesem riesenhaften Ungetüm… Schild hoch, Schwert ausholend… einen spöttischen, leicht arrogant wirkenden Gesichtsausdruck aufgesetzt und tankte dieses Monster aus der Urzeit, geboren in den Tiefen der Hölle…


Furchtlos...


Mutig…


Verwegen…


Männlich…


Ich beschütze meine Gruppe, 11 andere Wanderer standen in meinem Rücken, beschossen dieses Monstrum, zauberten, bufften, knabberten an ihren Salzgebäck…

Mussten sie sich Sorgenmachen…? Nein…

Mussten sie ängstlich aufgrund dieser gefährlichen Situation…? Nein…

Sie konnten alle gelassen bleiben, denn sie hatten ja mich… den Wächter… den Turm in der Schlacht… den dicken Lakritzbrocken in der prall gefüllten Haribo-Colorado-Tüte… den Mann, der jeden Tag auf dieser Mauer steht, damit Männer und Frauen wie Du… und Du… und DU auch, beruhigt schlafen gehen können…

Als plötzlich…

Mitten in der Schlacht…

Ein Ausruf erklang… ein Ausruf… der alles ändern sollte…


„Hey, Ithil… lass den anderen Wächter auch mal dran…“


Eine spannungsbildene Pause aus rein dramaturgischen Gründen, wie ich aber erst im Nachhinein erfuhr, entstand…


„Der hat einen Härteren…“


Stille… Sekunde reihte sich an Sekunde… aus der endlosen Stille wurde eine peinliche, endlose Stille…

Und dann… hörte ich das erste, noch leise unterdrückte Kichern einer der anwesenden, weiblichen Wanderer…


Dann noch ein weiteres…

Und noch ein weiteres…

Und noch eins…


Schnell drehte ich mich um, die Gefahr des Ungetüms in meinem Rücken missachtend… blickte in die Gesichter meiner Kampfgefährten und Gefährtinnen…


Die alle verzweifelt versuchten, ihr Lachen zu verhindern…

Es zu unterdrücken…

Sich zu beherrschen…

Einige schauten zu Boden… andere auf ihre Waffen, andere auf ihre Fingernägel…


Und dann…

Hörte ich hinter meinem Rücken…

Das Ungetüm…

Leise… dann immer lauter….


Lachen…


LAUT LACHEN…


Und alle 11 Wanderer stimmten gleichzeitig in dieses Lachen mit ein…


Was für ein Abend… Ungetüm tot durch Lachflash, eigene Würde verloren… und 11 Wanderer lachen bestimmt heute noch über mich…


Für mich also ein Abend wie jeder andere Abend auch… :-)
 
Das war köstlich! Vor allem der Loot "danach" mit dem schönen langen Speer für den zweiten Wächterli ;)
 
Das war köstlich! Vor allem der Loot "danach" mit dem schönen langen Speer für den zweiten Wächterli ;)
 
War der Speer denn auch schön hart, hmm??
 
Das mit dem schönen, langen Speer war das quasi noch das abschließende Sahnehäubchen oben drauf... hab anschließend noch bis vier Uhr früh mit meinem Therapeuten telefoniert...

Der fragte übrigens auch nach dem Härtegrad... und ob ich als Kind meiner Lehrerin heiraten wollte...

Wollte ich nicht, meine Lehrerin hieß Herr Landrud...
 
ja, da hat es sich wieder einmal gelohnt, zu warten =)

Sehr schöne Story, wenn auch sehr böse ^^

MfröhlichfG ---> Me, myself and Iseniell
 
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