Neglli
Quest-Mob
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Himmelfahrtskommando
Es war laut, es wackelte und es war dunkel.
Doch das störte ihn alles nicht. Wahrscheinlich hätte es ihn gestört wenn er nicht so tief in seine Gedanken versunken wer.
Dann die Durchsage des Piloten: „ Noch 1 Minute bis zur geplanten Absprunghöhe.“
Er sah in die Gesichter der Andern. Sie wirkten müde.
Rot wechselte auf Grün. Er stand auf, griff nach seiner Lebensversicherung, sie saß fest.
Er sprang.
Er hatte schon lange nicht mehr dieses Gefühl der Freiheit erlebt und er genoss es.
Doch mit jedem Meter den die Erde näher kam, holte ihn die Realität ein.
Es war früh am Morgen als es an der Tür klingelte.
Er stand auf zog sich schnell die Jogginghose an.
Auf seinem Unterhemd entdeckte er einen Fleck und auch seine Haare waren fettig und zerzaust.
Langsam ging er zur Tür, es klingelte noch einmal.
Er machte auf.
Zwei Leute in grünen Uniformen standen vor ihm.
Sie wollten reinkommen, mit ihm reden.
Seine Tochter wäre tot, sagten sie zu ihm.
Er bekam einen merkwürdigen Gesichtsausruck. Nicht traurig, nicht fröhlich.
Es war der Gesichtsausdruck den man hatte, wenn man eine schreckliche Nachricht bekommt.
Die man im ersten Moment verdrängt, bevor sie einen mit voller Wucht erschlägt.
Er hatte damit leben gelernt, aber seine Frau nicht.
Er hatte keine Frau mehr, stattdessen hatte er ein widerliches, tyrannisches Wesen zu Hause rumsitzen.
Sie war zu nichts mehr in der Lage, außer ihm Vorwürfe zu machen.
Ja, das konnte sie gut.
Er war in dem Selbstmitleid ersoffen, das seine Frau ihm einredete
Eine tote Seele, in einem lebenden Körper.
Er zog die Reißleine.
Halbherzig.
Der Fallschirm öffnete sich nicht.
„Danke“
Es war gut so.
So das war meine 3. Kurzgeschichte würde mal gerne hören wie die euch so gefällt.
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