1.
Der Grafikchip ist das entscheidende Kaufkriterium. Viele Käufer machen den Fehler und achten nur auf die Größe des Grafikspeichers und schließen daraus auf die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte. Doch dies ist definitiv falsch. Wenn ein Grafikkartenhersteller ein neues Modell veröffentlicht, wurde immer der Grafikchip überarbeitet, weil dieser für die Berechnung von 3D-Animationen zuständig ist. Andere Komponenten werden natürlich auch verbessert, spielen aber eine minder bedeutsame Rolle.
2. Grafikspeicher
Das zweitwichtigste Kriterium beim Kauf einer neuen Grafikkarte ist der Grafikspeicher, wobei aber weniger die Größe, sondern die Art und Taktung des Speichers entscheidend ist. Aktuelle Spiele werden in der Regel auf eine bestimmte Grafikspeichergröße optimiert und deswegen bringt einem der Kauf einer Grafikkarte mit überdurchschnittlich viel Speicher nur sehr wenig. Aus diesem Grund sollte man sich einfach mal kurz umschauen, wie viel Speicher denn momentan aktuell ist und sich danach richten. Natürlich sollte die Grafikkarte nicht zu wenig Grafikspeicher besitzen, denn dann muss die Grafikkarte auf den langsamen Hauptspeicher auslagern, was natürlich zu Leistungseinbußen kommt.
Es ist oftmals schon verlockend, wenn man zwei Angebote derselben Grafikkarte vorliegen hat und die eine Grafikkarte doppelt so viel Speicher wie die andere besitzt. Doch man sollte genau hinschauen, ob die Daten übereinstimmen, denn Speicher ist teuer und Grafikkartenhersteller haben nichts zu verschenken. Oftmals wird der Speichertakt deutlich gesenkt, wenn die Grafikkarte mehr Speicher besitzt als das Referenzmodell. Um den doppelt so großen Speicher ausgleichen zu können, setzt man einfach billigeren Speicher ein, der sich nicht so hoch takten lässt.
3. Technologien: DirectX-Version
In früheren Zeiten zählte nur die Geschwindigkeit von Grafikkarten und man legte weniger Wert auf die Grafikqualität. Dies hat sich heutzutage geändert. Seit dem Geforce 3, der als erstes DirectX 8.1 unterstützte und hervorragende Grafikeffekte darstellen konnte, weiß man, welche realistischen Grafikanimationen mit modernen Grafikkarten möglich ist.
Doch was ist DirectX? DirectX ist eine Spieleschnittstelle für Windows und beinhaltet bestimmte Programmroutinen, mit deren Hilfe 3D-Applikationen schneller ablaufen. Mit den Programmroutinen können Entwickler direkt auf die Hardware der Grafikkarte zugreifen. DirectX wird stetig weiterentwickelt, es müssen aber auch die Grafikkarten modifiziert werden, damit sie die neuesten Features aus DirectX unterstützen können.
Wenn eine Grafikkarte beispielsweise nur DirectX bis zur Version 8.1 unterstützt, ein Spiel aber unter DirectX9 programmiert wurde, muss die Grafikkarte die entsprechenden Effekte emulieren bzw. simulieren. Dies hat zur Folge, dass zum einen die Leistungsfähigkeit gesenkt und zweitens die Grafikeffekte nicht richtig und somit nicht realitätsgetreu dargestellt werden.
Daher sollte man auch darauf achten, dass die Grafikkarte auch die aktuellste DirectX-Version unterstützt, denn die Leistungsfähigkeit der Shadereinheiten ist maßgebend für die gesamte Leistungsfähigkeit einer Grafikkarte.