Mein erster großer Auftritt,,,

Blanche

Rare-Mob
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Tja das war ein Abenteuer. Aber auch ein großer Tag für mich.
Ich war grade fünfzehn geworden. Ich war wie jeden Dienstag bei meinem Bardenlehrer. Dieser hatte nach dem Unterricht noch eine Bitte an mich. Er schickte mich nach Bree zu Peter Preskott im Tanzelnden Pony. Es ginge um ein Lied für das Publikum. Ich solle mich von ihm unterrichten lassen.
Was da wohl auf mich zukommt? Ich übte zwar fleißig, aber es schlichen sich trotzdem immernoch schiefe und krumme Töne ein. Aber ich machte mich auf die Reise nach Bree. Irgendwo tief in meinem Herzen war ich doch zu neugierig, was mir der neue Lehrer alles beibringen wird.
Und so stand ich auch vor dem großen Tor von Bree. Mein Herz schlug mir schnell im Hals. Ich wußte nicht, ob ich mich über die neuen Lektionen freuen oder aus Angst vor einer Blamage zurückkehren sollte. Schon dieses riesige Tor beeindruckte mich schon. In Bree ist im Gegensatz zum Auenland alles viel größer, eben auf Größe der Menschen angepasst. Langsam ging ich hinein. Wo sollte ich nun dieses Gasthaus finden? Dicht an dicht drängten sich hier die Häuser, die ganz anders waren als unsere im Auenland. Ich lief durch die Straßen. So viele Straßen und Gassen, ich war lange unterwegs bis ich endlich im Osten ein großes rotes Schild mit einem Pony darauf. Einen Moment stand ich davor, unentschlossen ob ich nun hinein gehen sollte oder nicht. Mit zitterndernden Händen öffnete ich die Tür. Ich hörte laute Stimmen, die sich unterhielten und Becher klappern. Gesänge von anderen Barden drangen an mein Ohr. Nachdem ich die Tür hinter mir geschlossen hatte, sah ich mich um. Es war recht voll hier. Ich schluckte. Hier vor all den Massen sollte ich mein Können beweisen und erweitern? Wo war ich da nur hinein geraten? Bei uns im Auenland wird ja viel gesungen und musiziert, egal wie krumm oder schief es klingen mag. Daran stört sich bei uns keiner. Aber hier kam es auf mehr an als nur ein paar Hobbits zu gefallen. Ich ging erstmal zum Wirt und bestellte mir etwas zu trinken, um die Nerven zu beruhigen. So konnte ich ihn auch gleich nach Peter Preskott fragen, den ich hier treffen sollte. Er zeigte auf einen jungen Mann inmitten des Raumes. Nachdem mein Becher leer war, ging ich zu ihm hin. Ich stellte mich ihm vor und sagte wer mich schickte. Peter Preskott hatte auch gleich eine Aufgabe für mich. Ich sollte jemanden helfen und ihm dann von unserem Abenteuer berichten. Er wolle darüber ein Lied schreiben, welches ich dann in Pony vortragen sollte. Ich glaube, wenn ich in diesem Moment mein Gesicht gesehen hätte, würde ich glauben ich wäre einem Geist begegnet. Nachdem ich mich gefasst hatte, ging ich los um diesen Leander Unterberg zu finden. Irgendwie musst ich mich ablenken.
Etwas außerhalb des Westtores fand ich ihn, und er erzählte mir, dass er von einer Räuberbande bestohlen worden sei. Also zogen wir los, um diese Räuber zu stellen. In einer Höhle fanden wir sie. Wir kämpfen verbissen und einer nach dem anderen ergab sich uns. Tief in der Höhle fanden wir auch den Anführer der Bande. Wie sich herausstellte kannten die beiden sich und Leander wurde vom anderem um sein Mittagessen bestohlen. Das war vielleicht ein prächtiger Braten, sag ich euch, so saftig und zart. Aber halt wir waren nicht zum essen hier. Und das zeigten wir auch der Räuberbande. Doch die Räuber schienen Hunger zu haben und wollten den Braten nicht rausrücken. Aber mit ein paar kräftigen Argumenten konnten wir selbst den Anführer der Bande überzeugen, nicht mehr zu stehlen. Um das Versprechen des Bandenchefs zu feiern, teilte Leander seinen Braten mit uns allen. Das war eine lustige Runde. Ich hätte nie gedacht, das ich mal mit ehemaligen Räubern zusammen sitzen würde zum essen. Nach einiger Zeit schaute ich auf meine Uhr und erschrak. Es war schon recht spät und Peter Preskott wartete doch auch mich. Ich eilte zurück nach Bree. Und als ich so vor der Tür stand, wurde mir wieder bewußt, das ich jetzt mein erlebtes Abenteuer vor allen singen sollte. Ich schluckte und meine Knie waren ganz weich. Mein Kopf war auf einmal so leer. Ich merkte garnicht, wie meine Füsse mich nach innen trugen. Nervös berichtete ich Peter Preskott von meinem Abenteuer mit Leander und der Räuberbande. Er schmunzelte, als er hörte was Leander gestohlen worden war. Nachdem er mit dem Lied fertig war, reichte er mir den Text und zeigte auf einen Tisch. DIe Leute sollten mich sehen, also kletterte ich hinauf. Für einem Moment schloß ich die Augen und erinnerte mich an meine Heimat das Auenland. Ich spürte wie die Nervosität nachließ. Dann versetzte ich mich mich zurück als ich mit Leander loszog, um das Diebesgut zurückzuholen. Ich sang und ich war wieder in der Höhle. Sah die Kämpfe , aber auch wie wir zusammen um das Lagerfeuer saßen und uns den Braten teilten. Als ich fertig war hörte ich Applaus und freudige Stimmen. Mein Herz hüpfte vor Freude. Ich hatte es geschafft, und war anscheinend gar nicht mal so schlecht gewesen. Ich ging zu Peter Preskott, um seine Meinung zu hören.
Ihr könnt euch ja denken, was er sagte! Nein? Nagut. Er fand es gut, ebenso wie das Publikum, auch wenn ich noch eine Menge lernen muss. Puh, was für ein Tag. Tja das war mein erster Auftritt, eben ein großes Abenteuer für einen kleine Bardin.
 
Wundervoll geschrieben, man bekommt richtig das Gefühl, zusammen mit Dir in dieser Räuberhöhle gewesen zu sein und auch die Nervösität vor Deinem ersten großen Auftritt zu erleben... klasse geschrieben, Du solltest Questautor werden... freu mich jetzt schon auf Deinen nächsten Erlebnisbericht aus Mittelerde... :-)
 
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