Verzock ich mein leben?

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Guten Tag allerseits.

*Update (siehe unten)

Vorwort


Dieser Beitrag richtet sich an alle die mit ihrem WoW-Konsum unzufrieden sind. Ich werde mich hüten davor alle Spieler in eine Schublade zu stecken, auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass man als Ehemaliger WoW-Süchtiger ein anderes Bild von aktiven Zockern besitzt.
Zu meiner aktiven Zeit habe ich persönlich einen Bogen um solche Beiträge gemacht die das Suchtverhalten ansprechen. Aus meiner Sicht habe ich sie als Provokation verstanden.
Dass ein WoW-Konsum nicht auf Kosten des RL gehen muss ist mir bekannt.
Jedoch existiert auch die andere Seite von Spielern die sehr viel zocken. Die Grenzen dazwischen sind fliessend.

Dieser Beitrag und insbesondere meine Tipps richten sich an Spieler die einen ähnlich hohen Konsum von WoW besitzen wie ich früher.

Motivation


Ich (20) bin nun schon seit ca. 2 Jahren "WoW-clean", doch das verrückte ist: Trotz all den neuen Beschäftigungen die ich gefunden habe denke ich noch heute ca. 1-3 mal pro Monat an WoW. Ich komme mir vor wie ein Ex-Raucher der sein Leben lang in bestimmten Momenten von einer Zigarette träumt. Die Motivation zur Erstellung dieses Beitrages ist also nicht nur von einer "nächsten-liebenden" Natur, sondern soll für mich auch einen Schlussstrich darstellen.

Über mich


Abgesehen von einer kleinen Verspätung, würde ich mich als Zocker der ersten Stunde bezeichnen. Ich habe mit 15 Jahren angefangen zu zocken und mit 18 aufgehört. Mein Mainchar war ein Schamane namens Steelbeton, Server Onyxia (evt. sogar noch im Arsenal einsehbar?). Falls mich da draussen noch jemand kennt, "hallo zusammen
Dieser Inhalt steht nur eingeloggten Mitgliedern zur Verfügung.
!"

Classic WoW:
Schamane lvl 60
Krieger lvl 60
PVE: Ragnaros, Nefarian, einige Erfahrungen in Ahn'Qiraj
PVP: relativ Erfolgreich, Open Pvp in Southshore (das war noch PvP...)

Burning Crusade:
Schamane lvl 70
Krieger lvl 70
Paladin lvl 70
PVE: Gildenleader bei ner Karazhan/Gruul Gilde, Gildenwechsel und dann: Kael'Thas, Illidan, Archimonde
PVP: ziemlich erfolgreich in der Arena
Sehr viel Zeit in das Amt des Gildenleaders investiet.
~3 Monate vor WotLK Beginn, kalter Entzug von WoW.

WotLK:
Todesritter lvl 80
PVE: Gildenlos
PVP: nur BG
Mit Addon beginn habe ich dann wieder angefangen zu zocken, allerdings war ich sehr schnell frustriert vom Spiel.

Zu meiner aktiven Zeit erreichte ich Spielzeiten von 8-14 Stunden pro Tag. Die investierte "Arbeit" machte sich jedoch bezahlt. Meine Ausrüstung war sowohl für PVE wie auch PVP auf einem hohen Niveau und auch das Verständnis der eigenen Klasse versuchte ich durch WoW-Theorie zu maximieren.

WoW-Sucht


Mit 15 fing ich auf Empfehlung eines Freundes mit WoW an. Schnell drehte sich nur noch alles um das Spiel. Für Prüfungen lernte ich, wenn überhaupt, erst am letzten Tag und auch dann weit nach Mitternacht. Die Noten sanken ins Bodenlose und ich musste eine Klasse wiederholen. Das Konzentrieren fiel mir extrem schwer. Ich überlegte während der Prüfung für welches Item ich meine Raidpunkte ausgeben solle. Gedanken wie z.B.: "Ist es der Aufwand für die Hand von Ragnaros - Sulfuras wert?".
Gelernt hatte ich damals noch nichts. Während meine wenigen Freunde am Wochenende in den Ausgang gingen hockte ich vor dem Bildschirm. Meine Hobbys wie Klavier, Freunde, Golf, Schwimmen und halt saufen existierten nicht mehr.
Als ich mit dem ersten Addon eine Gilde gründete wurde es noch schlimmer. Als meine Eltern mir den PC wegnehmen wollten rastete ich aus. Meine Freunde fragten mich gar nicht mehr ob ich was mit ihnen unternehmen wolle, verständlich, denn nicht einmal sagte ich zu.
Sowohl für meine Freunde als auch für meine Familie war mein Verhalten absolut unverständlich. Sie wussten nicht was mit mir los war, denn ich hütete mich davor im Reallife auch nur ein Wort über WoW zu verlieren. Dies führte dazu, dass ich kaum Gesprächsstoff hatte, worauf ich einfach die Klappe hielt und an WoW dachte. (Eine Ursache für das Unverständnis meiner Mitmenschen sehe ich in der Tatsache, dass die Spielsucht ein komplett neues Phänomen ist und im Vergleich mit z.B. Alkohol für Aussenstehende unbekannt ist.)

Besserung


3 Monate vor dem Erscheinen des zweiten Addons war ich zum ersten mal auf Entzug. Dies geschah teilweise freiwillig, teilweise aus Zwang. Mit dem neuen Addon erlitt ich einen Rückfall und begann wieder zu zocken. Allerdings geschah dies ohne das Mitwissen meine alten WoW-Kollegen, denn ich wechselte den Server. Offenbar konnte ich damals die Scham nicht ertragen. Ohne eine High-End Gilde und ohne gute Mitspieler für die Arena war ich schnell frustriert und unterbrach die Verlängerung meines Accounts.


Freizeit?


Bei meinem ersten Entzug hatte ich keine Ferien und musste für die Schule lernen, denn die Noten waren ein weiteres Mal bedrohlich. Doch nun hatte ich Ferien. Massenhaft Freizeit und kein Game. Meine Erinnerungen an die ersten paar Wochen seit der Deinstallierung von WoW sind sehr schwammig.
Ich getraute mich nicht meine alten Kumpels anzurufen, wie sollte ich ihnen erklären was ich 2-3 Jahre lang gemacht habe?
Anfangs spielte ich passiv WoW. Ich sah mir unzählige Youtube-Videos von Spielern an, stöberte in verschiedenen Foren oder verfolgte die Neuigkeiten über buffed.de.

Irgendwie gelang es mir die Ferien zu überbrücken und das nächste Schuljahr begann. Über einen Kumpel von früher gelang es mir neue Kontakte zu knüpfen.
Ich freute mich wie immer auf das Wochenende, doch von nun an aus anderen Gründen. Es wird geredet, gelacht und halt auch getrunken. Schon bald gelang es mir mein soziales Umfeld wieder aufzubauen.
Ich habe angefangen E-Bass zu spielen und trat der Band von meinen neuen Kumpels bei. Die alten Games aus meiner Zeit vor WoW habe ich übrigens auch wieder rausgekramt. Ich zocke auch noch täglich aber bei Counter-Strike, Command and Conquer, Warcraft 3 oder Battlefield 2 weiss ich genau, dass ich nach max 2h extrem gelangweilt bin.


Tipps


Beschäftigt irgendwie eure Finger. Musikinstrumente wie Gitarre oder Klavier usw. kann ich sehr weiter empfehlen.
Treibt Sport, geht an die frische Luft. (Bei mir hatten sich einige Fettpolster angelegt.) Mit einer sportlichen/gesunden Figur nimmt auch das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen wieder zu. Das Aussehen ist heutzutage einfach ein wichtiger Faktor. (Danke MTV...)
Baut euch ein soziales Umfeld auf. Ich weiss genau diese 6 Wörter schreiben sich so leicht, doch dies ist der wohl zentralste Punkt.
Wenn ihr aufhören wollt: verlasst zuerst die Gilde und die Arenateams. Sinkt das Equipment Niveau sinkt automatisch auch die Bestätigung durch Mitspieler. Ausserdem fällt der Zwang des Online seins weg.
Erinnert euch an eure Fähigkeiten. Was habt ihr vor WoW gemacht.
Erinnert euch an eure Träume. Wenn ihr so jung oder jünger seid wie ich, dann denkt daran, dass ihr mit Gamen keinen guten Job bekommt.


Schlusswort


Ich hoffe ich konnte Betroffenen ein klein wenig helfen. Bitte versteht diesen Thread nicht als Provokation, denn dies war überhaupt nicht meine Absicht.

EDIT:
Es meldeten sich erschaunlicherweise einige Ex-Zocker die auf mich den Eindruck machten als wollten sie nur mal mit Gleichgesinnten reden.
Das Phänomen, dass ehemalige Zocker:
- immer wieder an WoW denken
- WoW-Videos anschauen
- Foren und Websites wie buffed oder die offizielle Website besuchen

ist offenbar verbreiteter als ich dachte.


*Update

Hallo Zusammen

Ich habe nicht wenige Anfragen zum Thema "Forum für Ex-Zocker und Aufhörwillige" bekommen. Die Nachfrage ist also definitiv vorhanden. An dieser Stelle möchte ich den vielen Ehemaligen danken die sich bei mir gemeldet haben. Es hat mich sehr interessiert zu lesen wie andere damit umgehen.

Ich habe zwar angekündigt, dass ich bei genügend Anfragen ein eigenes Forum erstellen werde, jedoch habe ich beschlossen diesen Plan ein klein wenig abzuändern. Insbesondere wegen den Aufhörwilligen. Meine "hobbypsychologischen" Fähigkeiten reichen dazu wohl leider nicht aus.
Ausserdem besitze ich im Moment nicht die Zeit ein Forum zu leiten.
Deshalb bitte ich alle jene die mit WoW aufhören wollen und mit ihren Onlinezeiten unzufrieden, jedoch einen Stopp in naher Zukunft für unmöglich halten auf www.onlinesucht.de vorbeizuschauen. Die Website wird betrieben von der Organisation "Hilfe zur Selbsthilfe bei Onlinesucht". Bitte lasst euch vom Domain-Name nicht abschrecken
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. Auch habe ich die Admins gebeten zum Thema WoW noch mehr Unterforen hinzuzufügen, da kann ich jedoch noch nichts versprechen.
Das Forum beinhaltet viele tolle Funktionen wie z.B. virtuelle Selbsthilfegruppen, individuelle Beratung, eine Tagebuchfunktion mit Beratung und viele andere Aussteigerberichte.

Wie gesagt hat mich der Austausch über die privaten Nachrichten mit anderen aktiven Spielern, Aufhörwilligen und Ex-Zocken sehr gefreut. (Und auch weiterhin könnt ihr mich ohne Probleme anquatschen wenn ihr Tipps, konstruktive Kritik äussern oder einfach nur euch austauschen wollt.)
Gerne wünsche ich mir, dass wir das, zugänglich für alle, fortsetzen können. Dazu mache ich mal den Anfang:

Thema: Der Drang als Ehemaliger sich laufend über WoW zu informieren.
Link: http://www.cyberlord...ead=2891&page=1

(Jop der Link ist clean, nein ich weiss nicht warum im Linkname onlinesucht.de nicht vorkommt...)

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit

Steelbeton
 
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Der dunkle Prinz

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Deine Probleme möchte ich haben und ich hätte ein sorgloses Leben!
 

Zoid-Dunkelziffer

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wenn jemand fragen muss ob er sein leben verzockt ist die Antwort automatisch "Ja!"....

Normale menschen haben ein angeborenes natürliches Gefühl wieviel spielen für sie gut ist.
 

Rußler

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Hmmm.. seit WotLK isses mit der Sucht vorbei ;D
 

Velvet-Revolver

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dieses thema ist doch echt zum kotzen ... DANKE MTV!
 

Shaila

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Wieso müssen diverse Persönlichkeiten immer zwanghaft versuchen, die Spielergemeinde von WoW als süchtige Zombies darzustellen, denen unbedingt geholfen werden muss ? Dieser gesamte Mist um die Sucht bei WoW ist doch Unsinn. Ein Prima Vorurteil, dass von medien geschaffen wurden. Sie haben es tatsächlich geschafft die gesamten WoW Spieler in der Öffentlichkeit blos zu stellen. Tolle Leistung...

Hier muss keiner gerettet werden, lieber TE. und wenn jemand wirklich Probleme hat, wird so ein Thread nichts ändern.
 

FE3L-X

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ich zocke zwar nich übermäßig viel, aber wenn ich ehrlich und ernsthaft darüber nachdenke komm ich immer wieder zu dem entschluss, jede sekunde, minute, stunde die man in einem online rollenspiel verbringt um der realen welt zu entfliehen ist vergeudet, in anbetracht der tatsache das man eigentlich wichtigere dinge zu tun hätte oder hat. selbstdisziplin spielt da eine sehr große rolle, aber sich selbst einzuschrenken kann so unglaublich schwer sein. weiterspielen tu ich trotzdem, die einsicht reicht leider nicht aus um das problem vollständig zu lösen. aber der satz "verzocke ich mein leben?" triffts eigentlich ganz gut, und ja, das tue ich und millionen andere da draußen auch.
mfg
 
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F4n4t1k4

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ich glaube keiner von euch hat den thread richtig gelesen bzw ihn verstanden...
der TE hat sich ziemlich mühe gegeben und ich denke es gibt genug die solche probleme haben und es sich cniht eingestehen wollen..
und ihr müsst nicht gleich flamen von wegen er stellt alle als süchtige dar... lest euch alles richtig durch und denkt erst nach...
 

Shaila

Welt-Boss
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ich glaube keiner von euch hat den thread richtig gelesen bzw ihn verstanden...
der TE hat sich ziemlich mühe gegeben und ich denke es gibt genug die solche probleme haben und es sich cniht eingestehen wollen..
und ihr müsst nicht gleich flamen von wegen er stellt alle als süchtige dar... lest euch alles richtig durch und denkt erst nach...

Das ist kein Flamen.

Beispiel für einen Flame: "omfg rofl du opfa geh heim!"

Um es ein wenig überspitzt auszudrücken.

Ich bin auf so Threads mittlerweile sehr empfindlich. Ich kann es nicht verstehen, wenn immer irgendwelche selbsternannten Hobbypsychologen um die Ecke kommen und meinen die ach so dummen WoW Spieler über das Spiel aufzuklären, welches sie denn da spielen und wie böse es doch ist. Wenn jemand süchtig ist, bitte. War ich auch schon. Wenn jemand davon loskommt, bitte. Aber wenn jemand WIRKLICH davon losgekommen ist, muss er das nicht im Forum breittreten.
 
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jls13

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Ich spiele nicht sooo oft WoW. Mal sind es 3-4 Stunden, dafür einige Tage mal gar nicht. Ich kann dich aber nicht nachvollziehen, denn es gibt wenige Menschen, unabhängig vom Videospiel, die so anfällig sind. Ich treibe Sport, treffe mich mit Freunden und habe dennoch ab und an Zeit für das Spiel. Man sollte sich selbst im Griff haben können.
 

hawayboy8

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servus steelbeton.
ich muss sagen. ich finde dieses thema von dir wirklich sehr eindrucksvoll.
Du zeigst uns hier einen wesentlichen teil deines werdeganges auf. und ich muss sagen ich bin beeidruckt wie gut du einige zusammenhänge verstanden hast.
Auch ich bin momentan 20 und sehe mich immer öfter mit der selben frage konfrontiert.
Ich finde es wirklich schön das du (wen auch online) scheinbar keine probleme hast dir einzugestehen das du ein problem hast/hattest.

ist wirklich wirklich schön.

Prinzipiell haben die leute schon recht.
wenn man sich fragen muss ob man sein leben verzockt, kann man grundsätzlich davon ausgehen das die antwort ja ist.

Oft ist das jedoch nicht das problem. Ich denke das wirst du auch vorher gewusst haben. Aber gerade wen man sein soziales umfeld verloren hat hat man das problem das einem das von niemandem mehr reflektiert wird. Selbstzweifel nagen an einem und auch wen man für sich die antwort hat möchte man das feedback von anderen menschen haben.
Wenn dort niemand ist ist das ein ernstes problem.
Alleine schafft man es höchst selten aus der sucht heraus.
Ich hatte bis ca januar auch eine wow pause eingelegt. eigentlich wollte ich ganz aufhören aber 3 monate nach beendigung hat es mich eben doch wieder erwischt.
Es ist einfach ein ständiges problem.
Man braucht die emotionoale unterstützung (man siehe das wort Stütze) von anderen menschen um es heraus zu schaffen. und ebenfalls um auch "clean" zu bleiben.
ich hatte beides nur in geringem maße. und als ich dan zur bundeswehr kam hate ich gar keine mehr.
Es ist leider sehr schwer von sich aus aufzuhören und clean zu bleiben. erst recht ohne hilfe von der familie oder von freunden. beides hat sich oft schon von einem abgewandt.
Es ist schwer die kraft aufzubringen aus sich zu gehen und neu anzufangen. sich neue freunde zu suchen und alles, während man immer daran denkt das man in der online welt zig freunde hat und es so einfach währe sie zu kontaktieren (natürlich only ingame).

Ich denke es ist ganz normal das man wen man so lange zeit und viel zeit in wow verbracht hat. das man dann immer wieder daran denkt.
Man fragt sich was wohl aus seinen alten ingame freunden geworden ist. und hätte schon mal wieder lust online zu gehen.
daher bin ich mittlerweile ein freund des rl treffs von spielern.
wenn der kontakt auch privat zustande kommt weis man das es auch "echte" freunde sein können und man hat die garantie das man auch andarbeitig kontakt halten kan.

naja, ich muss dan mal muttertag.
grillen etz dann
also dan
ich wünsche dir das du dies hier nicht gelesen hast^^ den sonst hättest du dich auch wirklich noch dazu hinreisen lasse nicht nur deinen beitrag zu schreiben, sondern warst auch neugierig auf die antworten der online community. also
AUS!
WEG!

HÖRST DU NICHT!^^

naja, cucu
ich halt
 

ziwsii

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Aber wie sagt man jemanden "Ich kann nicht kommen habe gleich raid."
 

Krovvy

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wenn jemand fragen muss ob er sein leben verzockt ist die Antwort automatisch "Ja!"....

Normale menschen haben ein angeborenes natürliches Gefühl wieviel spielen für sie gut ist.

Ich persönlich denke, dass gerade der Durchschnitt leicht manipulierbar ist.

Um noch direkt beim Thema zu bleiben. Ich spiele selbst sehr viel in meiner Freizeit, aber wenn mir die Lust fehlt, fühl ich mich nicht gezwungen WoW anzumachen.
Da sind trotz der überdurschnittlich hohen Spielzeit auch mal ein paar Tage spielfrei bei mir. Ich möchte es nicht auf die Eltern schieben, aber je jünger die Menschen sind, desto leichter kann man sie umstrukturieren, da sind MMO's schon sehr reizend auf den Bezug. Ich bin froh das ich WoW erst mit 19 Jahren angefangen haben zu spielen, vielleicht wäre es ja anders ausgegangen.
 

Atinuviell

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Du sagst Du hast mit 15 angefangen und warst dann offensichtlich recht schnell in der Falle. Da frage ich mich (grade als Mutter) wo bitte waren Deine Eltern??? Ich kontrolliere nun nicht jede Minute was mein Kurzer am Rechner treibt, aber ich behalte seine Zeiten und die Spiele im Auge, schreite rechtzeitig ein wenn nötig. Und wenn ich sage "Rechner aus", dann is Rechner aus, ohne Geschrei und Ausraster. Wenn man das von Anfang an durch zieht klappt es auch später.
Ansonsten Glückwunsch das Du es geschafft hast, das nächste Mal wende Dich an Freunde und Familie und nimm Deine Eltern in die Pflicht.
 

Kehlas

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Guten Tag allerseits.

Vorwort

Dieser Beitrag richtet sich an alle die mit ihrem WoW-Konsum unzufrieden sind. Ich werde mich hüten davor alle Spieler in eine Schublade zu stecken, auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass man als Ehemaliger WoW-Süchtiger ein anderes Bild von aktiven Zockern besitzt.
Zu meiner aktiven Zeit habe ich persönlich einen Bogen um solche Beiträge gemacht die das Suchtverhalten ansprechen. Aus meiner Sicht habe ich sie als Provokation verstanden.
Dass ein WoW-Konsum nicht auf Kosten des RL gehen muss ist mir bekannt.
Jedoch existiert auch die andere Seite von Spielern die sehr viel zocken. Die Grenzen dazwischen sind fliessend.

Dieser Beitrag und insbesondere meine Tipps richten sich an Spieler die einen ähnlich hohen Konsum von WoW besitzen wie ich früher.

Motivation


Ich (20) bin nun schon seit ca. 2 Jahren "WoW-clean", doch das verrückte ist: Trotz all den neuen Beschäftigungen die ich gefunden habe denke ich noch heute ca. 1-3 mal pro Monat an WoW. Ich komme mir vor wie ein Ex-Raucher der sein Leben lang in bestimmten Momenten von einer Zigarette träumt. Die Motivation zur Erstellung dieses Beitrages ist also nicht nur von einer "nächsten-liebenden" Natur, sondern soll für mich auch einen Schlussstrich darstellen.

Über mich


Abgesehen von einer kleinen Verspätung, würde ich mich als Zocker der ersten Stunde bezeichnen. Ich habe mit 15 Jahren angefangen zu zocken und mit 18 aufgehört. Mein Mainchar war ein Schamane namens Steelbeton, Server Onyxia (evt. sogar noch im Arsenal einsehbar?). Falls mich da draussen noch jemand kennt, "hallo zusammen
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!"

Classic WoW:
Schamane lvl 60
Krieger lvl 60
PVE: Ragnaros, Nefarian, einige Erfahrungen in Ahn'Qiraj
PVP: relativ Erfolgreich, Open Pvp in Southshore (das war noch PvP...)

Burning Crusade:
Schamane lvl 70
Krieger lvl 70
Paladin lvl 70
PVE: Gildenleader bei ner Karazhan/Gruul Gilde, Gildenwechsel und dann: Kael'Thas, Illidan, Archimonde
PVP: ziemlich erfolgreich in der Arena
Sehr viel Zeit in das Amt des Gildenleaders investiet.
~3 Monate vor WotLK Beginn, kalter Entzug von WoW.

WotLK:
Todesritter lvl 80
PVE: Gildenlos
PVP: nur BG
Mit Addon beginn habe ich dann wieder angefangen zu zocken, allerdings war ich sehr schnell frustriert vom Spiel.

Zu meiner aktiven Zeit erreichte ich Spielzeiten von 8-14 Stunden pro Tag. Die investierte "Arbeit" machte sich jedoch bezahlt. Meine Ausrüstung war sowohl für PVE wie auch PVP auf einem hohen Niveau und auch das Verständnis der eigenen Klasse versuchte ich durch WoW-Theorie zu maximieren.

WoW-Sucht


Mit 15 fing ich auf Empfehlung eines Freundes mit WoW an. Schnell drehte sich nur noch alles um das Spiel. Für Prüfungen lernte ich, wenn überhaupt, erst am letzten Tag und auch dann weit nach Mitternacht. Die Noten sanken ins Bodenlose und ich musste eine Klasse wiederholen. Das Konzentrieren fiel mir extrem schwer. Ich überlegte während der Prüfung für welches Item ich meine Raidpunkte ausgeben solle. Gedanken wie z.B.: "Ist es der Aufwand für die Hand von Ragnaros - Sulfuras wert?".
Gelernt hatte ich damals noch nichts. Während meine wenigen Freunde am Wochenende in den Ausgang gingen hockte ich vor dem Bildschirm. Meine Hobbys wie Klavier, Freunde, Golf, Schwimmen und halt saufen existierten nicht mehr.
Als ich mit dem ersten Addon eine Gilde gründete wurde es noch schlimmer. Als meine Eltern mir den PC wegnehmen wollten rastete ich aus. Meine Freunde fragten mich gar nicht mehr ob ich was mit ihnen unternehmen wolle, verständlich, denn nicht einmal sagte ich zu.
Sowohl für meine Freunde als auch für meine Familie war mein Verhalten absolut unverständlich. Sie wussten nicht was mit mir los war, denn ich hütete mich davor im Reallife auch nur ein Wort über WoW zu verlieren. Dies führte dazu, dass ich kaum Gesprächsstoff hatte, worauf ich einfach die Klappe hielt und an WoW dachte. (Eine Ursache für das Unverständnis meiner Mitmenschen sehe ich in der Tatsache, dass die Spielsucht ein komplett neues Phänomen ist und im Vergleich mit z.B. Alkohol für Aussenstehende unbekannt ist.)

Besserung


3 Monate vor dem Erscheinen des zweiten Addons war ich zum ersten mal auf Entzug. Dies geschah teilweise freiwillig, teilweise aus Zwang. Mit dem neuen Addon erlitt ich einen Rückfall und begann wieder zu zocken. Allerdings geschah dies ohne das Mitwissen meine alten WoW-Kollegen, denn ich wechselte den Server. Offenbar konnte ich damals die Scham nicht ertragen. Ohne eine High-End Gilde und ohne gute Mitspieler für die Arena war ich schnell frustriert und unterbrach die Verlängerung meines Accounts.


Freizeit?


Bei meinem ersten Entzug hatte ich keine Ferien und musste für die Schule lernen, denn die Noten waren ein weiteres Mal bedrohlich. Doch nun hatte ich Ferien. Massenhaft Freizeit und kein Game. Meine Erinnerungen an die ersten paar Wochen seit der Deinstallierung von WoW sind sehr schwammig.
Ich getraute mich nicht meine alten Kumpels anzurufen, wie sollte ich ihnen erklären was ich 2-3 Jahre lang gemacht habe?
Anfangs spielte ich passiv WoW. Ich sah mir unzählige Youtube-Videos von Spielern an, stöberte in verschiedenen Foren oder verfolgte die Neuigkeiten über buffed.de.

Irgendwie gelang es mir die Ferien zu überbrücken und das nächste Schuljahr begann. Über einen Kumpel von früher gelang es mir neue Kontakte zu knüpfen.
Ich freute mich wie immer auf das Wochenende, doch von nun an aus anderen Gründen. Es wird geredet, gelacht und halt auch getrunken. Schon bald gelang es mir mein soziales Umfeld wieder aufzubauen.
Ich habe angefangen E-Bass zu spielen und trat der Band von meinen neuen Kumpels bei. Die alten Games aus meiner Zeit vor WoW habe ich übrigens auch wieder rausgekramt. Ich zocke auch noch täglich aber bei Counter-Strike, Command and Conquer, Warcraft 3 oder Battlefield 2 weiss ich genau, dass ich nach max 2h extrem gelangweilt bin.


Tipps


Beschäftigt irgendwie eure Finger. Musikinstrumente wie Gitarre oder Klavier usw. kann ich sehr weiter empfehlen.
Treibt Sport, geht an die frische Luft. (Bei mir hatten sich einige Fettpolster angelegt.) Mit einer sportlichen/gesunden Figur nimmt auch das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen wieder zu. Das Aussehen ist heutzutage einfach ein wichtiger Faktor. (Danke MTV...)
Baut euch ein soziales Umfeld auf. Ich weiss genau diese 6 Wörter schreiben sich so leicht, doch dies ist der wohl zentralste Punkt.
Wenn ihr aufhören wollt: verlasst zuerst die Gilde und die Arenateams. Sinkt das Equipment Niveau sinkt automatisch auch die Bestätigung durch Mitspieler. Ausserdem fällt der Zwang des Online seins weg.
Erinnert euch an eure Fähigkeiten. Was habt ihr vor WoW gemacht.
Erinnert euch an eure Träume. Wenn ihr so jung oder jünger seid wie ich, dann denkt daran, dass ihr mit Gamen keinen guten Job bekommt.


Schlusswort


Ich hoffe ich konnte Betroffenen ein klein wenig helfen. Bitte versteht diesen Thread nicht als Provokation, denn dies war überhaupt nicht meine Absicht.
Ich würde mich freuen wenn sich Betroffene welche aussteigen wollen bei mir über eine private Nachricht melden würden. Mir ist bewusst, dass ich kein ausgebildeter Psychologe oder so was bin, aber als Ehemaliger extrem Zocker kann ich euch ein Stück weit verstehen und vielleicht sogar helfen.

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit



Also versteh mich bitte nicht falsch, aber hier zu posten bringt überhaupt nix..bei einem guten Psychologen wärst du garantiert besser aufgehoben. Das meine ich ernst!
 

Numbe

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Ich denke, jeder der süchtig ist, wird auf die Frage 'Spielst du nicht etwas viel?' Immer mit 'Nein!' antworten, und so einen Beitrag mit dem Gedanken 'Ich bin nicht süchtig.' lesen.
Das einzige was einen wirklich ändern kann, wenn man einmal tief drin ist, ist nicht so ein Beitrag, keine Therapie und kein Gemecker von den Eltern oder Freunden.- Man muss es selber wollen und sich selbst kontrollieren.

Ich selber war auch eine ganze Weile an dem Punkt, wo ich Einladungen von Freunden abgesagt habe, weil Raid war, oder Schule geschwänzt habe, weils mal wieder Nachts etwas arg spät wurde... Das ging ein halbes Jahr so, man war halt ganz oben mit dabei und wusste ganz genau, wenn man nicht weiter macht wars das... Mit Stammplatz und Co.
Dann habe ich mit Larp angefangen, war jedes Wochenende draußen, und abends so kaputt, dass nichts mehr mit Zocke war.
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Regelmäßiges Feiern stand an, mittlerweile wohne ich mit meinem Freund zusammen, und ich grinse nur noch doof, wenn ich im TV oder auf der Straße das Wort 'WoW' höre.

Ein Hobby suchen, und nach Monaten feststellen, dass die Gilde einen eh nicht mehr brauchen würde, weil das Equip zu grottig ist, ist die beste Therapie. (Denke ich, so wars bei mir.)
Jetzt läuft mein Account nur nebenher, wenn überhaupt, um bei den Leuten mal vorbei zu schauen, für mehr reicht die Zeit schlichtweg nicht mehr.
Denn...Es kommt nicht darauf an, wie viel man spielt... Sondern ob man es kontrollieren kann.

Mfg
 
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