Hallo zusammen,
was mir bei dieser Diskussion auffällt ( ich habe Seite 1-4 gelesen), ist die Tatsache, dass der zu Beginn argumentative Grundton umschlägt in Besserwisserei und Rechthabenwollen.
Ich, denke, dass haben beiden Seiten eigentlich nötig und wird den Spielen nicht grecht!
Ich habe selbst mehr als 1,5 Jahre WoW auf Allianz-Seite mit allen verfügbaren Klassen bis z.T. Lvl. 70 Chars hoch gespielt und bin dann zu HdRO gewechselt, mit einem kurzen Intermezzo zuvor bei Bounty BayOnline, was ich als unausgereift empfand.
Ebenso spiele ich seit etwa 8 Monaten alle Klassen in HdRO auf 2 Servern mit insgesamt 7 Chars bis LvL 50, habe also beide Spiele ein wenig kennengelernt.
Ich möchte nicht das bereits Gesagte wiederkauen, was Vor- bzw. Nachteile des jeweiligen Spieles sind, denn das haben beide Games gemeinsam, sondern nur auf die unterschiedliche Philosophie der Spiele eingehen.
Ich meine, dass bei WoW ein gewisser sportlicher Charakterzug zu erkennen ist ( höher, schneller, weiter, nicht umsonst wird eine Gilde wie Nihilum so gefeiert und bewundert), was es zwangläufig mit sich bringt, bessere und neuere Items hinzuzufügen, was durch Crafting nicht so schnell realisierbar ist, dazu braucht es schon ein grosses, zu bezahlendes Addon. Also wird es durch Patches mit Instanzenaufstockung implementiert, um neue Gegenstände zu kreieren, was zur Folge hat, dass der Run auf Items bzw. der Druck, gewisse "Dinge" zu erhalten, um nachfolgende Instanzen zu bewältigen, grösser wird.
Ich denke, das Burning Crusade diese Tendenz verschärft hatte und die Community sich spaltete in diejenigen, die nach Karazhan und andere Schlüsselinstanzen weitergingen, und in die andere Gruppe, denen es verwehrt blieb, aus welchen Gründen auch immer.
Grundstruktur und damit einer der verantwortlichen Faktoren ist meines Erachtens schon die unterschiedliche Wertigkeit der Items, die entweder gecraftet oder erwürfelt werden. T5 oder gar T6 Sets sind , zumindest in der ganzen Breite, nicht durch Handwerk realisierbar. Das erzeugt Rivalität mit positiven und negativen Auswirkungen!
Ausgehend von der Tolkienschen Trilogie mussten die Macherinnen von HdRO einen anderen Weg gehen.
Wir sind GEFÄHRTEN in einer epischen Geschichte, das sollte das tragende Element dieses Spiels sein und muss es es auch bleiben. Die Rollen von "Gut" und "Böse" sind von vorne herein verteilt und macht einen Grossteil der Atmosphäre aus, was durch unterschiedliche Wertigkeiten bei erarbeiteten oder erwürfelten Items nicht gefährdet werden darf. Dadurch gerät das Zusammenspiel über das Handwerk viel mehr in den Blickpunkt, was beschauliche Emotionen weckt und in Verbund mit der realistischen Grafik den SpielerInnen tatsächlich ein Gefühl vermittelt, "wir stecken in der Story drin".
Mein Fazit wäre, dass beide Games, mehr oder weniger ausgeprägt, über viele gemeinsame, auch notwendig unterschiedliche Spielelemente verfügen, sich aber in der grundlegenden Spielephilosophie unterscheiden und damit ein(e) jede® sich fragen sollte, was er/sie eigentlich möchte.
Warum ich mich für HdRO entschieden habe, sage ich hier nicht, nur soviel, ich wünschen allen Spielerinnen beider MOG´s viel Freude unf gute Gedanken!