Die Welt ist nicht gerecht wenn ich jetzt tanken fahre und 10min später die Preise um 5c gesenkt werden, ist es zwar ärgerlich aber damit muss man halt leben.
Was hat das und das völlig unpassende Beispiel mit dieser völlig verkorksten Handlungsweise eines Konzerns zu tun?
Um Dein Beispiel zu korrigieren: Die Tankstelle ruft Freitanken für einen Monat aus - allerdings nur für jene Kunden, die vor zwei Tagen vollgetankt haben, deren Auto aber mindestens die 100 in 7 Sekunden aus dem Stand schafft. Egal, wie viel sie vorher getankt haben oder ob sie ununterbrochen der Tankstelle treu geblieben sind.
In der "freien Marktwirtschaft" gilt nur ein Gesetz: "Der Kunde ist König!" Selbst in der kleinsten Klitsche (oder vielmehr: Da umso mehr, weil man auf jeden einzelnen Kunden angewiesen ist) bemüht man sich bei "Belohnungen" um ein Gleichbehandlungsprinzip.
Marktwirtschaflich gesehen sind jene Kunden, die kaum die Server in Anspruch nehmen, nicht maulen, keinerlei Arbeit verursachen und dennoch ihren Obulus entrichten, die "besten" Kunden. Die verärgert man nicht, indem man das Augenmerk nur auf eine Schicht der Kunden wirft und zusätzlich noch Formulierungen wie "wertvollste und treueste Kunden" auf diese anwendet.
Richtiger wäre es gewesen, diesen Freimonat all jenen mitzugeben, die den "Gründer-Titel" erhalten haben und weiterhin ununterbrochen über bezahlte Spielzeit verfügen. Wenn dadurch der Kundenanteil zu hoch gewesen wäre, dann hätten auch 21 oder 14 Tage gereicht - es hätte keine Diskussion um Ungleichbehandlung gegeben, sondern von überall Beklatschen dieses Marketing-Instruments! Dafür muß man kein Raketenwissenschaftler sein, um das einzusehen (aber offensichtlich BWL studiert haben, um sowas gründlich in den Sand zu setzen).
Genaus die 50er ham Glück gehabt und ich und n paar andere halt Pech.
Bei der Behandlung von Kunden sollte "Glück bzw. Pech" keinerlei Rolle spielen. Ich begreife nicht, wie man solch einen Klogriff sog. "Profis" in Verkaufsdingen überhaupt verteidigen kann.
Also wer jetzt wirklich sein Abo kündigt weil er sich benachteiligt fühlt:
welcome to the 'real' world
Diese "real world" lernen wohl eher die "Profis" von EA gerade kennen: Wer Kunden verprellt, muß damit rechnen, diese zu verlieren. Wer den absoluten "Casuals", Roleplayern, Vieltwinkern etc. das Gefühl gibt, sie seien dem Konzern weniger wert, der muß sich über weitere Kündigungen nicht wundern. Darüber sollte sich dann auch kein "Vielspieler" oder "Schnell-Leveler" freuen: Je weniger Leute tatsächlich bezahlen, umso schlechter sieht es um die Zukunft ihres MMOs aus. Und wenn man Zeichen wie etwa solche Maßnahmen, die lediglich dazu dienen, die nächsten Account-Zahlen zu schönen, richtig deutet, dann sieht es gerade um SWTOR gar nicht rosig bestellt aus.
Edit: Und kaum geschrieben, wird das System auch schon abgewandelt:
Link
"Alle haben bis zum 22. April 18.00 Uhr MESZ Zeit einen Stufe 50 Charakter oder Vermächtnis-Stufe 6 zu erspielen um die 30 Tage Spielzeit zu erhalten. (die 30 Tage Spielzeit werden euren Accounts am 26. April 6.59 Uhr gutgeschrieben) Spieler haben jetzt viele Optionen und außerdem mehr Zeit um zu versuchen diese Ziele zu erreichen."
Ohne die "Jammerei" des angeblichen "Neidvolkes" hätte es wohl diesen halbwegs fairen Schritt kaum gegeben. Eine Auswahl nach "Gründer-Titel" nebst weiterhin ununterbrochener Bezahlweise wäre dennoch besser gewesen!