Microsofts CEO Steve Ballmer hat am Freitag überraschend seinen Rücktritt innerhalb der nächsten 12 Monate bekannt gegeben, sobald ein Nachfolger gefunden sei. Wenn es nach Microsoft-Experte und -Analyst Rick Sherlund geht, handelt es sich allerdings um einen internen Machtkampf, in dem es auch um die Zukunft der Xbox-Division geht.Demnach versucht die Investorengruppe ValueAct, die erst im April mit 2 Milliarden Dollar einen einprozentigen Anteil an Microsoft erwarb, einen Sitz im Aufsichtsrat zu erhalten.Als Grund wird genannt, dass ValueAct Ballmer aus seiner Position als CEO drängen will und gleichzeitig drastische Maßnahmen anstrebt, um Microsoft wieder profitabel zu gestalten. ValueAct ist bekannt für ihr aggressives Vorgehen und ihr Durchsetzungsvermögen, was neue Marschrichtungen angeht.Und Damit ist ValueAct aber auch nicht der einzige Teilhaber, der unzufrieden mit Microsoft und Steve Ballmer ist, wie Sherlund berichtet. "Steve Ballmers Strategie ruft nicht gerade Vertrauen unter den vielen Teilhabern hervor, mit denen wir gesprochen haben."Eine der Sparten, die ValueAct am liebsten verkauft sehen möchte, ist die Xbox-Division. "Xbox ist cool," so Sherlund. "Aber unseren Schätzungen nach, hat Microsoft daran kein Geld verdient."Und tatsächlich, kaum hat Microsoft-CEO Steve Ballmer seinen Rücktritt erklärt, kletterte die Microsoft-Aktie um ganze zehn Prozent nach oben.Doch selbst nach seinem Rücktritt wird Ballmer einer der einflussreichsten Personen bei Microsoft bleiben, da er knapp vier Prozent an Anteilen besitzt. Bill Gates, derzeit Aufsichtsratvorsitzender bei Microsoft, besitzt sogar mehr als 5 Prozent an Anteilen