Auch wenn sich die anfänglichen Spionagevorwürfe nicht bestätigen, ist das Ansehen von EA dahin. Doch nicht nur Electronic Arts hat sich den Zorn der Gamer zugezogen. Im vergangenen Jahr sorgte der Spielehersteller Ubisoft, der umsatzstarke Spieleserien wie "Die Siedler" oder "Assassins Creed" vermarktet, für Entrüstung. Um sich gegen die zunehmenden PC-Raubkopien zu wehren, führte der Hersteller den Ubisoft-Launcher ein. Um die Games starten und spielen zu können, musste der Computer permanent mit dem Ubisoft-Server verbunden sein. Allerdings stürzte dieser Server häufig ab, sodass die Spiele plötzlich beendet und die Spielstände nicht gespeichert wurden. Zocken wann immer man Lust hat – mit Spielen von Ubisoft war das nicht so einfach.
Erst nach ein paar Wochen reichte der Hersteller für die meisten Spiele ein Update nach, das den Onlinezwang beendete. Für den im August veröffentlichten Renntitel "Driver: San Franciso" sollte die permanente Onlineverbindung wiederbelebt werden, doch die Beschwerden der Fans waren so zahlreich, dass Ubisoft mit einer entschärften Version des Kopierschutzes reagierte. Jetzt wird nur noch beim Start des Spiels überprüft, ob das Spiel echt ist – ähnlich handhabt es auch der Spielehersteller Blizzard mit seinem Strategie-Hit "Starcraft II".