Eure Erfahrungen mit Messen für IT?

trojan-horse

Quest-Mob
Mitglied seit
24.03.2017
Beiträge
28
Reaktionspunkte
3
Als Besucher war ich in der Vergangenheit schon auf der einen oder anderen Messe, aber man kennt das eh: Die Besucherperspektive ist mit Sicherheit eine gänzlich andere, als die Sicht der Aussteller.

Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob es hier Leute gibt, die Erfahrungen mit Messen für IT gesammelt haben. Das Unternehmen, bei dem ich arbeite, plant nächstes Jahr auf einer, oder wenn das gut läuft, sogar auf mehreren Messen vertreten zu sein.

Was ist euch als Besuchern wichtig? Was hinterlässt bei euch einen bleibenden Eindruck? Und welche Tipps können erfahrene Aussteller geben? Wie viel Vorbereitungszeit ist realistisch notwendig? Wendet man sich wegen dem Stand an die Veranstalter oder nimmt man Kontakt mit etablierten Messebauern wie Syma auf und schaut dann einmal, wo man einen Stand bekommt? Worauf ist bei der Schulung des Personals für die Messe zu achten?
 

GuajoloteReal

Quest-Mob
Mitglied seit
11.03.2016
Beiträge
73
Reaktionspunkte
8
Zunächst einmal wünsche ich viel Erfolg für Euer Vorhaben! Auf IT Messen war ich zugegebenermaßen bisher ausschließlich privat, aber für mich ist es immer besonders wichtig, dass die Produkte und Dienstleistungen detailliert und gleichzeitig so einfach wie möglich präsentiert werden.

Außerdem gehe ich natürlich nicht zum Schnorren auf Messen, aber das Goodie sollte kein 0815-Produkt sein. Kulis und Blöcke habe ich wie Sand am Meer, da sind USB-Sticks und Mauspads imho viel sinnvoller.

Zudem denke ich, dass viele Dinge für alle Branchen weitgehend gleich sind. So würde ich mich zunächst einmal informieren, wie es um die verfügbaren Plätze aussieht.

Die Vorbereitungszeit beträgt auf jeden Fall einige Monate, aber die Dauer hängt von Stand zu Stand sowie von Auslastung zu Auslastung ab. Ihr solltet Euch aber auf alle Fälle an Fachleute wenden. Wenn keine Profis am Werk sind, fällt es auf.
 
TE
TE
trojan-horse

trojan-horse

Quest-Mob
Mitglied seit
24.03.2017
Beiträge
28
Reaktionspunkte
3
Danke, Glück und Erfolg kann man natürlich immer brauchen, wenn man sich so etwas vornimmt! Den Spagat zwischen einer einfachen und dennoch umfangreichen Präsentation zu schaffen, stellen wir uns auch gar nicht so einfach vor. Macht es Sinn die Standmitarbeiter vorher diesbezüglich speziell zu schulen? Gerade, wenn man etwas erstmalig macht, hat man oft ja auch Lampenfieber. Und ich habe aus Seminaren durchaus mitgenommen, dass es bestimmte Techniken gibt, die den Unterschied zwischen einer guten und einer mittelmäßigen Präsentation ausmachen.

Ihr solltet Euch aber auf alle Fälle an Fachleute wenden. Wenn keine Profis am Werk sind, fällt es auf.
Das haben wir auf jeden Fall vor. Ohne geht es, glaube ich, bei etablierten Messen auch gar nicht, oder? Die Zeiten, in denen Aussteller mit selbst zusammengezimmerten Ständen aufgetaucht sind, dürften bereits einige Jahrzehnte in der Vergangenheit liegen. Und mit solchen Ständen ist man ja auch gar nicht flexibel, falls vor Ort irgendwelche Anpassungen vorgenommen werden müssen. Wir haben uns jetzt mal wegen der modularen Lösungen mit Syma über das Kontaktformular auf der Homepage in Verbindung gesetzt und grob unsere Vorstellungen geschildert. Eine Rückmeldung haben wir schon erhalten. Demnächst wird dann eine ausführlichere Beratung stattfinden, welche Ideen mit welchen Methoden zu verwirklichen sind und welche Aspekte dabei zu bedenken sind. Sowas hat man ja als jemand, der nicht vom Fach ist, auch gar nicht auf dem Schirm.
 

GuajoloteReal

Quest-Mob
Mitglied seit
11.03.2016
Beiträge
73
Reaktionspunkte
8
Bezüglich des Lampenfiebers denke ich, dass eine Schulung auf jeden Fall Sinn ergibt. Wobei ich auch aus meinem Umfeld mitbekomme, dass es vor dem Auftakt immer Lampenfieber gibt. Natürlich handelt es sich um zwei verschiedene Dinge, aber das ist selbst bei erfahrenen Schauspielern oft der Fall. Umso wichtiger ist es, sich auch in diesem Kontext bestmöglich auf die ersten Messeteilnahmen vorzubereiten.

Bezüglich der Pflicht, bei etablierten Messen ohne zusammengezimmerte Stände aufzutauchen, bin ich offen gestanden überfragt. Ich kann mir aber vorstellen, dass das eine oder andere Unternehmen versucht hat, es so anzugehen. Für mich ist es zugegebenermaßen nicht nachvollziehbar, dass man ohne eine professionelle Herangehensweise an solche Veranstaltungen herangeht, aber ich höre immer wieder von Kandidaten, die sich in vielen Belangen maßlos überschätzen.

Bei Euch scheint das nicht der Fall zu sein und das ist gut so. Wenn Du Zeit und Lust hast, lasse mich wissen, wie das Beratungsgespräch gelaufen ist. :)
 
TE
TE
trojan-horse

trojan-horse

Quest-Mob
Mitglied seit
24.03.2017
Beiträge
28
Reaktionspunkte
3
Dass man Lampenfieber vor großen, wichtigen Events gänzlich loswerden kann, glaube ich ebenfalls nicht. Das gehört ja dazu, wenn einem etwas wichtig ist und man einen guten Eindruck hinterlassen will. Aber ich weiß aus meinen eigenen Erfahrungen, dass man auch mit der Aufregung mit der Zeit und zunehmender Routine besser umzugehen lernt und nicht mehr jedes Mal zittrige Hände bekommt. Deswegen glaube ich, wie du, das eine gute Vorbereitung entscheidend zu einem gelungenen Auftritt dazugehört.

Bezüglich der Pflicht, bei etablierten Messen ohne zusammengezimmerte Stände aufzutauchen, bin ich offen gestanden überfragt. Ich kann mir aber vorstellen, dass das eine oder andere Unternehmen versucht hat, es so anzugehen.
Ich glaube, das ist nicht nur eine Sache von Vorschriften, sondern auch von Flexibilität. Ganz früher, also vor einigen Jahrzehnten, war es, glaube ich, noch relativ üblich, dass sämtliche Aussteller mit wirklich massiven eigenen Ständen angerückt sind. Was dann halt vor Ort teilweise zu großen Problemen führen konnte, weil nicht mal eben schnell Anpassungen vorgenommen werden konnten. So wurde, habe ich mitbekommen, auch der Grundgedanke für die modularen Messestände geboren. Weil man damit einfach unfassbar viel flexibler ist. Und nachhaltiger ist es halt auch, weil man nicht jedes Mal, wenn Änderungen gewünscht oder notwendig werden, alles bestehende verwerfen muss, sondern die Module einfach an die neuen Gegebenheiten anpassen kann.

Wenn Du Zeit und Lust hast, lasse mich wissen, wie das Beratungsgespräch gelaufen ist. :)
Richtig viel Zeit habe ich nicht, bin gerade auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Jedenfalls wurde jetzt mal eine Skizze von der Grundidee gemacht, die dann in ein aufwendiges 3D-CAD-Modell übergeführt wird und somit erstmals "Leben eingehaucht" bekommt. Die Inhouse-Designer von unserem Messebauer passen jetzt dann als nächstes unser Kundenkonzept an die Herausforderungen der realen Umgebung an. Es geht also voran!
 

GuajoloteReal

Quest-Mob
Mitglied seit
11.03.2016
Beiträge
73
Reaktionspunkte
8
Also hinsichtlich des Lampenfiebers bin ich auf jeden Fall bei Dir. Mit der Zeit bekommt man die völlig normale Aufregung zumindest einmal meistens besser in den Griff. Mithilfe der Kurse kommt es auf jeden Fall zu einer sinnvollen Beschleunigung dieses Prozesses. Hinsichtlich der ohne Regeln zusammengezimmerten Messestände dürften wir hingegen aneinander vorbeigerannt sein, wobei ich auf jeden Fall etwas dazu gelernt habe. Ich hatte nämlich an die Tatsache, dass man sich vor Jahren weniger Gedanken über picobello zusammengestellte Stände gemacht hatte. Du hast aber dank des Beratungsgesprächs diesbezüglich einen gewissen Vorteil. Und es freut mich zu hören, dass es bereits vorangeht. Habt Ihr für die Zeit danach bereits weitere Messen am Radar?
 
TE
TE
trojan-horse

trojan-horse

Quest-Mob
Mitglied seit
24.03.2017
Beiträge
28
Reaktionspunkte
3
Man lernt ja immer dazu, jeder von uns. Für die Zeit nach der Messe gibt es noch keine konkreten Pläne, erst mal eines nach dem anderen. Aber wenn alles gut läuft und wir einen gelungenen Auftritt hinbringen, wäre es schon angedacht auch zukünftig gelegentlich auf weiteren Messen Präsenz zu zeigen. Messestand braucht man zwar immer, das Konzept und Design stehen dann ja schon und die Teile beziehungsweise Module können auch zwischenzeitig beim Messebauer gelagert werden. Durch die modulare Bauweise können die Stände dann auch an geänderte Wünsche oder andere Bedingungen auf verschiedenen Messen ohne besonders viel Aufwand angepasst werden. Und auch Giveaways muss man sich ja nicht jedes Mal ganz neu überlegen. Und auch Folder und Info-Material muss man nicht zwingend jedes Mal ganz neu erstellen, oft reicht es dann ja schon notwendige Anpassungen vorzunehmen, um alles auf den gerade aktuellen Stand zu bringen.
 

GuajoloteReal

Quest-Mob
Mitglied seit
11.03.2016
Beiträge
73
Reaktionspunkte
8
Also ich weiß natürlich nicht, wie viele Gedanken Ihr Euch bereits intern hierzu gemacht habt, aber der Termin mit dem Messebauer scheint für Euch sehr aufschlussreich gewesen zu sein. Dann muss man sich selbstverständlich ansehen, wie die erste Messeteilnahme in der Praxis laufen wird, aber dermaßen viel Einsatz und Überlegungen sprechen für ein hervorragendes Ergebnis. Gibt es Neuigkeiten zum Standbau? Unabhängig wünsche ich Dir ein Frohes Weihnachtsfest und für den Fall der Fälle einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!
 
TE
TE
trojan-horse

trojan-horse

Quest-Mob
Mitglied seit
24.03.2017
Beiträge
28
Reaktionspunkte
3
Naja, wir hatten uns intern natürlich schon einige Gedanken gemacht. Aber wenn man nicht selbst direkt vom Fach ist, weichen die eigenen Vorstellungen halt doch ein bisschen von der Realität hat. Nicht umsonst gibt es für fast alles Spezialisten, an die man sich wenden kann, wenn man gute, professionelle Ergebnisse erzielen möchte.

Gibt es Neuigkeiten zum Standbau?
Vermutlich schon, aber nachdem wir den Stand nicht selbst bauen, bekommen wir auch nicht im Detail mit, was jetzt genau wann und wie erledigt wird. Aber wir sind zuversichtlich, dass alles unseren Erwartungen entsprechen wird und der Zeitplan eingehalten werden kann.

Jetzt wird es in der nächsten Woche wahrscheinlich überall etwas gemächlicher zugehen, Weihnachten haben ja alle. Ich wünsche auch allen Mitlesern ein frohes Fest und einen guten Start ins kommende Jahr!
 
Oben Unten