Weil schon öfter von dir (und anderen) bemängelt wurde, dass Leute sich rechtfertigen, indem sie mit WoW Vergleichen und es zu einer WoW vs WAR Diskussion kommt. Da hier das WAR Forum ist interessieren hier keinen die Ratings. Und die Behauptung, Arena benötige mehr Skill ist aus der Luft gegriffen. Ich seh das also einfach als Freikarte, beim nächsten größeren "WAR ist doof, weil..." Gejammer mal wieder mit WoW zu Vergleichen (oder vielleicht auch Aion, wenns bis dahin released wurde^^).
Das ist aber was persönliches. Und sollte jetzt nicht weiter zum Thema werden, ähnlich wie diese unsägliche "skill-diskussion"
*gibt Freikarte an Pymonte*
Ich weiß was du meinst, aber der Thread ist eh schon über den "point of no return" ^^
Die Skill Diskussion finde ich schon interessant und die hat auch in jedem MMO ihren Platz. Schließlich hat man doch gerne das Gefühl, dass die eigenen Aktionen auch einen Unterschied machen.
Kein Computerspiel basiert nur auf Skill und kaum eines rein auf Glück (außer diese Online Glücksspielautomaten bei win2today oder so vielleicht). Der "skill" ist natürlich überall derselbe und auf Österreichisch würde man sagen "im richtign Moment 's richtige Knopferl druggan".
Nun kann man natürlich die skill-lastigkeit innerhalb dieser Dialektik in die ein oder andere Richtung verschieben, indem man dem "skill" den größtmöglichen Einfluss gibt ("äußere Umstände" gibt es praktisch nicht und die "Voraussetzungen sind gleich") oder fast gar keinen Einfluss (egal was ich "drücke", die "äußeren Umstände" entscheiden über das Ergebnis). Zum einen indem man mehrer Möglichkeiten gibt (viele Knopferl) und zum anderen indem man die Faktoren, auf die der Spieler (in der unmittelbaren Situation) keinen Einfluss hat - minimiert. Viele "Knopferl" verlangen immer nach der "richtigen Entscheidung in der richtigen Situation". Dies stellt eine Anforderung ganz direkt an den "skill" des Spielers. Ärgerlich ist es für manche, wenn diese Entscheidung zwar richtig ist, aber irrelevant, weil äußere Umstände gewichtiger sind.
Bis hierher ist die Diskussion ja recht nachvollziehbar.
Nun wird es problematischer, denn wie definiert man "äußere Umstände"?
Ein Beispiel aus der WoW-Arena: die Flammen im Ring der Ehre (wurden kürzlich entfernt, weil Spieler eben das gefühl hatten, dies ist ein äußerer Umstand) welche manchmal hochlodern und relativ viel Schaden anrichten und so ein Arena-Match entscheiden können.
Nun kann man natürlich auch argumentieren, dass es "skill" ist, eben nicht dort zu stehen, wenn sie hochlodern. Doch wenn man dieses Prinzip weiterführt, dann ist es auch "skill" wenn man in Warhammer gewinnt, weil man zu 40 eine Burg angreift die nur von 5 Leuten verteidigt wird. Schließlich ist es ja eine "Aktion" gewesen, diese 40 Leute zusammenzuführen etc.
Man könnte sogar noch weiter gehen und sagen, es ist "skill" wenn ein 24er Waldläufer (ich bin bei AoC jetzt) auf Hellsand einen 16er beim Questen ausm Stealth "erschießt". Schließlich war es "skill" dass er auf 24 gelevelt hat, dass er sich richtig positioniert hat und auf den entscheidenden Moment (wenn man gerade ein Mob hat) gewartet hat. (In der Natur wäre dies definitiv alles "skill" der das Überleben sichert
).
Ich denke dieser Art von "skill" würde so keiner zustimmen, von daher schränke ich "äußere Umstände" stark ein und nenne es nun "gleiche Voraussetzungen". "Skill" hat also den größtmöglichen Einfluss, wenn ich die Variable "gleiche Voraussetzungen" in Richtung unendlich schicke (komplett gleiche Voraussetzungen sind ja unmöglich, wie jeder weiß).
Nun versuche ich bestmögliche "gleiche Voraussetzungen" zu finden in einer MMO PVP-Situation und dann lande ich unweigerlich in der high-end WoW-Arena:
-zahlenmäßig gleich starke Gegner
-gleichzeitiger "Start des kampfes"
-gleiche Geländebedingungen für beide Seiten
und, ab einem bestimmten rating
- gleiche Ausrüstung für beide Seiten (und alles was damit verbunden ist, wie critchance etc.)
es bleibt nur noch das Ungleichgewicht der Klassen, welches man im Vorfeld (bei der Teamgründung) berücksichtigen muss. Man muss WoW zugute halten, dass es für jede Klasse mindestens 1e Skillung gibt, mit der man in jedem Bracket (2er, 3er, 5er) auch konkurrenzfähig spielen kann (für Gladiator Titel) Es ist als keiner gezwungen, eine komplett neue Klasse hochzuspielen.
Wichtig ist hierbei auch, dass "skill" natürlich auch nur dann "Einfluss" hat, wenn es einen Unterschied macht, ob man gewinnt oder verliert (deshalb das Wertungssystem). Rein theoretisch, ist die "skillastigste" Situation in einem MMO natürlich ein Duell (das gibt es in mehreren Spielen) von zwei Spielern derselben Klasse, mit derselben Skillung und demselben Equipment. Da Duelle aber traditionell nichts "bringen" und sie somit allen "Wurscht" sind wird auch kein Spiel daran gemessen. Das nächstbeste ist die WoW-Arena.
Natürlich gilt das nicht für frische 80er mit grünem Equip. Doch an PVP Items zu kommen ist nun wirklich nicht schwer und man kann relativ schnell über PVP und PVE an Items kommen, mit denen man ("skill vorausgesetzt") locker bei 2k rating spielen kann und eine Season später kann man komplett mit dem maximalen Equip auch starten, das alle anderen Teams haben.
BTW, ich sage gar nicht, dass WAR oder AoC keinen "skill" brauchen würden. Oder, dass PVE keinen "skill" brauchen würde. Nur eben befindet sich auf der Skala zwischen "max skill influence" und "no skill influenece" für mich die WoW-Arena am nächsten dem "max skill influence".