Sachen gibt's...

Meryem

Quest-Mob
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26.06.2006
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Heute müsste eigentlich Montag sein. Nicht weil ich schon wieder scharf drauf bin, heute zwingend die Woche neu zu beginnen oder das vor mir stehende Wochenende zu überspringen, nein, aber der Tag verhält sich wie ein Montag.

Ich setze eine Tür vor den Fuß … äh Moment, während ich das nun grade geschrieben habe stelle ich fest, der Satz gehört eigentlich anders herum, aber ich lasse ihn euch so stehen, damit ihr auch was davon habt. Also noch mal richtig: ICH setze einen Fuß vor die Tür und … es regnet. Nein, das machte den Montag noch nicht aus, aber dazu komme ich noch. Ich fahre also los und ringe mich endlich dazu durch dieses unglaublich langweilige Hörbuch, von dem ich mir so viel versprochen hatte, gegen ein anderes zu ersetzen. „Valley – Tal Der Wächter“ muss nun „Schmitz Katze“ weichen. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Schmitz Katze ist zwar stellenweise „ganz Nett“ aber über dieses Stadium kommt es nur selten hinaus, eher darunter.

Ralf Schmitz erzählt mir also, während ich mich auf den Weg zu meinem Zweitwohnsitz, meiner Arbeit, auf mache wie er zu seiner Katze kam, wie seine Freunde zu deren Katzen kamen und wie recht viele seltsame Bekannte Katzen oder wahlweise Kater bekamen die nicht am nächsten Morgen mit einer Aspirin oder einem Glas Rollmöpse wieder zu vertreiben waren. Zuerst muss ich wie doof in einem Kreisverkehr warten, da das Wesen vor mir sich nicht im klaren ist A) Fahre ich noch eine Runde und nehme die Ausfahrt die ich gerade verpasst habe dann, oder
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lege ich im Kreisverkehr den Rückwärtsgang ein, warte darauf bis die Wagen hinter mir ebenfalls zurück gesetzt haben und fahre ich dann in die Ausfahrt die ich gerade verpasst habe. Nach ca. 5 Minuten rückwärts schleichen wo wir BEINAHE die erwünschte Ausfahrt erreicht hätten, überlegte sich der Mensch es anders, und fährt einfach weiter im Kreisverkehr rum, was die anderen mit lautstarkem Hupen begrüßten.

Nein, das war aber nicht die einzige „Ich lege mein Hirn bevor ich losfahre in den Kofferraum“-Aktion die mir unterkam.

Die Nächste kam recht bald und zwar im Rahmen eines altbekannten Problems: HEY! Gelb heißt nicht Straße Räumen sondern Gas geben! was recht häufig dazu führt das bei einer Kreuzung eben jene zugestellt wird und die Anderen, die dann grün hätten nicht fahren können eben weil die Vollpfosten die bei Gelb fuhren die Kreuzung so lange blockieren bis man selbst wieder Rot hat. Guuuut gemacht Jungs, bin stolz auf euch… boah ich kotz gleich.

Ralf Schmitz erläutert gerade im Übrigen wie sich die Kotzgeräusche einer Katze auf die Menschliche Psyche auswirken sofern man noch Teppich in der Wohnung hat.

Naja, wie auch immer. Irgendwann stehe ich dann wieder dort wo ich auch schon neulich meinen Disco Pogo – Freund gesehen habe, und siehe da, die Proll-Karre (3er Golf, tiefer, Chrom, und eine Anlage die wahrscheinlich mehr kostet als dieses fahrende… Dingsbums) hält wieder quietschend neben mir. Dieses Mal allerdings mit Fettes Brot und die neue Version von „Jain“ die auch gerade bei mir im Radio läuft da ich Ralf Schmitz’s imitierten Kotzgeräusche nicht mehr ertragen habe.

Da ich keine Lust habe wie ne angesengte Sau gleich aufs Gas zu treten nur um dem Kopfwippenden Horst neben mir die Chance zu nehmen vor mir rein zu ziehen und mich anschließend wieder auszubremsen, fahre ich gemütlich an und ignoriere seine quietschenden Reifen. Die Vögel hinter mir jedoch finden den Plan irgendwie „Doof“ und hupen weil ich nu nich in die Puschen komme. Ich Gestikuliere wild in den Rückspiegel, der Kerl hinter mir gestikuliert wild zurück und ich grummel vor mich hin.

Aber, alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei *summ*), genau wie meine Fahrt und so erreiche ich nun, nachdem ich noch gute 5 Minuten hinter so einem blöden „ich bin von den Stadtwerken und habe sone depperte Bürste am Auto und dränge mich mal vor um dann mit nicht mal 20 km/h im Schritttempo vor dir her zu schleichen“ Karren herschleichen durfte endlich meinen Parkplatz. Ich war stolz auf mich, immerhin fand die Anreise ja schon beinahe unter erschwerten Bedingungen statt.

Ich sprintete also durch die Tiefgarage und nachdem ich die Oberfläche erreicht hatte, freute ich mich, dass es NICHT regnete und ich in ruhe trocknen könnte… ich war nämlich immer noch Nass. Was hab ich mich gefreut. Bis ich dieses wundervolle Putzauto der Stadtwerke schon von weitem näher kommen sah. Diese Dinger sind ja wahrlich nicht schnell. GANZ speziell wenn man dahinter her fährt. Noch viel Spezieller wenn man es dann noch eilig hat. Dieses Exemplar, ich weiß nicht ob’s mein Freund von eben war, hatte es eilig. So eilig, dass es wie von der Tarantel gestochen an mir vorbei durch eine kleine Senke bretterte die natürlich dank des feuchten Wetters mit Wasser gefüllt war und mich nass spritzte. Ja… schön… ich unterdrück den Drang „ARSCH!“ hinterher zu plärren, immerhin bin ich nur gute 10 m vom Rathaus entfernt wo Kollegen rum rennen können um die Zeit und geh einfach mal weiter. Unter so einer tollen Straßenlampe bleib ich dann stehen, stelle meine Taschen (Warum ich 2 dabei habe weiß ich nicht zumal nur in der einen was drin ist und die zweite leer ist – ein Mysterium) ab und binde mir den Schuh dessen Schuhbänder nass sind wie auch meine Hose und mein Kopf und meine Jacke, bis „Flupp!“ die Lampe aus geht.

DANKE!

Aber: Es ist ja nicht mehr weit. Das Büro kann ich von hier schon beinahe sehen. Ich bin in Sicherheit… FAST.

Rein ins Büro, Jacke aufhängen, Tasche(n) verstauen und PC an. Updates… „na gut, wenn du meinst“ denk ich mir.

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Ich blick nur im vorbeigehen drauf, geh noch Mal die paar Schritte zurück, guck noch mal genauer und sehe:

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Yay!… ABER das is immer noch nicht alles, mittlerweile haben wir 7:40 Uhr, der Hausmeister teilt mir mit, dass eine Dozentin den Unterschied zwischen „Whiteboard-Marker“ und „Permanent-Marker“ irgendwie falsch verstanden hat und eine 200 x 100 Tafel komplett beschmiert ist und wir bemühen uns den Müll da wieder runter zu kratzen.

Den wirren Geschmack von Nagellackentferner, Haarspray, Verdünnung und sonstigen ekligen Reiniger habe ich immer noch im Mund und NEIN ich habe nicht die Tafel abgeleckt… das geht auch ohne.

Der Geschmack ist aber leider nicht dominant genug um mich von folgendem Fall final abzulenken… Wir, eine kleine schöne Abteilung sind zur Sicherung unserer Qualität dazu verpflichtet jährlich eine Statistik mit nem Arsch voll Angaben zu fertigen. Bei dieser Statistik bin ich auf gewisse Zuarbeit angewiesen. Sachen die aus so wohlklingenden Abteilungen wie der Kämmerei kommen. Wenn man dann dort nach den Zahlen fragt, die man braucht, und dort die Antwort erhält „Der Jahresabschluss für 2009 ist für ca. April 2011 zu erwarten!“ fragt man sich erst ob man irgendwas in den Ohren hat was da nich sein soll, ABER die meinen das tatsächlich so!

Schön ist nur das ich meine Statistik spätestens am 15. März DIESES JAHRES in die letzte Korrekturlesung geben muss.

Sachen gibt’s…
 
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