Stone Age 2, Perfect World & Rückmeldung zum Casual-Blog.

Vetaro

Welt-Boss
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Ich hatte mal angekündigt, 'nen Eintrag über Stone Age 2 zu schreiben. Leider muss das ins Wasser fallen: Nachdem ich es beim ersten Mal für etwa 2 Stunden gespielt hatte, war ich einfach unfähig, das Spiel ein zweites mal aufzurufen. Selbst dieser Tage, wo ich ja offensichtlich an Unterforderung leide (ich weise hier und heute zum zweiten mal drauf hin: Noch 12 Komma null acht Tagee bis Guitar Hero 4 rauskommt), schaffe ich es nicht.

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Rundenbasierte Kämpfe - Aber schon Final Fantasy 1 hat sie besser hinbekommen. Wenigstens als Standbild sehen sie gut aus.

Soviel kann ich jedoch sagen: Das Kampfsystem ist endlich mal was nicht von anderen MMOs nachgemachtes. Stattdessen benutzt es die guten alten Rundenkämpfe. Allerdings fühlen sie sich grässlich langwierig an, durch einige sekunden zu lange dauernde reaktionen, ausserdem kann man selbst "greift einfach alle einfach nur an" umständlich mit klicks durch alle menüs einstellen usw.

Die Texte in meiner Sprachversion waren ziemlich schlecht und vermittelten überhaupt kein Flair, nichtmal primitiv-steinzeitmenschliches. Im Intro erklären einem Leute mit Namen wie "Gruppen-Erklärer", das ich in Menüs irgendwo hin klicken soll, um irgendwas zu machen - Alle Informationen bekommt man gleichzeitig auf die Fresse, sowas wie Popups oder Lernkurve kennt man in dem Spiel noch nicht.

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Housing hat SA2 auch - anscheinend gehören Möbel aber zu den Sachen, die man sich im Itemshop kaufen kann. Sinn macht das nicht.

Quests gibt es auch eine ganze Menge - Ausnahmslos Kill-Sammel-Transportquests. Gerne auch zu völlig anderen Städten. Die Orte sind angenehm "realistisch" groß, was jedoch nur für den Stil spricht und das Spielgefühl eher verschlechtert. Schliesslich muss man ja immer durch die ganze Stadt, nur um für die Quest A fünf Hölzer zu sammeln.

Das Spiel ist noch nicht verloren, gerade das Monster-Sammelprinzip hat viel Potenzial, aber so geht das echt nicht.


http://www.frank-sch...ls/trennung.gif
Die hier hab ich mir mal wegen unübersichtlichem Blog kurz von Frank-414 ausgeliehen '-'


Desweiteren habe ich Perfect World ausprobiert. Geschätzte Spielzeit beträgt auch wieder drei Stunden. Ich möchte es auf Anhieb vom Grafikstil und Spielablauf mit Silkroad Online vergleichen, ein grinding-game halt. Genauer:

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Die Vielfältigkeit der einstellmöglichkeiten für das Aussehen meiner Charaktere erinnert mich irgendwie an Second Life. Feini.

Die Mitspieler bewegen sich auf einem akzeptablen Niveau. Sie formulieren verständliche Sätze in nicht übertriebener Netsprache - und tatsächlich auf Englisch.
In der Hinsicht hat Silkroad absolut keine Chance, wo man nicht nur sinnlos mit World-shouts zugespammt wird, nein, sie sind meistens auch noch auf irgendwelchen Sprachen, weil den Machern des Spieles nicht einfiel, Server für bestimmte Sprachen zu machen. Die Leute, die ich traf, waren zu "Kommunikation" tatsächlich im Stande.

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Ähnlich wie Silkroad - Allerdings ist das Niveau mit bloßem Auge zu erkennen.

Charaktere können ab einem bestimmten Level Fliegen - eine der Rassen kann es ab Level 1, die geflügelten Elfen. Für verwöhnte WoWler nichts neues, aber dennoch ein sehr cooles Feature. Besonders schön ist, dass die Elfische Bogenschützin sogar aus der Luft angreifen kann, von Stellen, wo sie von normalen Nahkampfmobs nichtmal erreicht werden kann. Fliegen verbraucht Mana, aber wirklich keine schockierende Menge.

Wer unbedingt mal ein kostenloses MMORPG ausprobieren möchte, sollte sich Perfect World auf jeden Fall mal ansehen. ich persönlich halte das gegrinde nicht aus, das hält mich aber nicht davon ab, dem Spiel nicht nur großes Potental sondern auch ausschöpfung von ebendiesem zuzuschreiben.


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Ausserdem hab ich von Avangus einen Kommentar zu meinem Blog Casual Gaming als Form höheren Daseins erhalten, der mir so gut gefiel, dass ich ihn gerne Fullquoten möchte.

"Ich kann mich dem nur anschließen. Seit ich Casual Spieler bin und in Mittelerde unterwegs bin, ist mein Spielerleben einfach entspannter. Ich hab nicht ständig diese lange Liste im Kopf mir Zielen die ich im Spiel noch erreichen MUSS, diese Sorge dass es nicht klappen könnte, die "Angst" was zu verpassen wenn ich mal nicht online bin etc.
Und das ganze wirkt sich auch auf meinen Seelenleben außerhalb des Spiels aus, ich fühl mich ausgeglichener weil ich mich gedanklich im Alltag nicht so oft mit dem Spiel beschäftigen muss. Als Naturwissenschaftler hat man ja auch während der Arbeit zwischen zwei Messungen immer wieder mal Zeit, die früher drauf ging Taktiken für Raids zu studieren oder Instanzgänge zu planen. Im Nachhinein betrachtet finde ich es ja unglaublich doof von mir selber mich so sehr von einem Spiel beeinflussen zu lassen. Und in der Tat sehe ich den Übergang zum Gelegenheitsspieler als eine positive Weiterentwicklung in meinem Leben als Computerspieler, ein Aufstieg sozusagen. Jemand der noch voll in der Suchtspirale von WoW hängt wird das nie und nimmer nachvollziehen können. Hach, was ist diese Erkenntnis für ein herrliches Gefühl! :-)"
 
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