Quecksilber-Emissionen
Im häuslichen Bereich
Wie alle Leuchtstofflampen enthalten Kompaktleuchtstofflampen giftiges
Quecksilber. Nach der
RoHS-Richtlinie gilt in der
EU eine Höchstmenge von 5 mg je Lampe. Bei hochwertigen Lampen werden jedoch teilweise weniger als 1,5 mg[sup]
[27][/sup] eingesetzt oder
Quecksilberlegierungen genutzt, um das Entweichen des Quecksilbers im Falle eines
Glasbruchs zu unterbinden.[sup]
[28][/sup] Die genaue Menge muss gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 244/2009[sup]
[29][/sup] angegeben werden, was bisher jedoch nur selten erfolgt.
Das Quecksilber ist
hermetisch eingeschlossen und kann nur bei Glasbruch entweichen. Falls eine Lampe in geschlossenen Räumen zerbricht, kann die Quecksilberbelastung in der Raumluft auf das 20-fache des Richtwertes von 0,35 µg pro Kubikmeter steigen. Diese Gesundheitsgefährdung trifft auch all jene Personen, die im Zuge der Müllentsorgung und der Abfalltrennung mit zerbrochenen Energiesparlampen in Kontakt kommen können.[sup]
[30][/sup] Auf Staubsaugen ist dringlich zu verzichten, um die Gase nicht zusätzlich zu verteilen und die Atemluft zu belasten. Auf Grund des Quecksilbers und der Gefahr der Kontaminierung werden beim Bruch von Leuchtstofflampen folgende Schritte empfohlen: [sup]
[31][/sup] (Siehe auch [sup]
[32][/sup] [sup]
[33][/sup].)
1. Vor, während und nach der Reinigung gut lüften. Alle Personen sollten den Raum für 15-30 Minuten verlassen. Haustiere ebenfalls aus dem Raum führen. 2. Gummihandschuhe anziehen um Hautkontakt zu vermeiden. 3. Splitter und Staub auf glatten Flächen mit einem geknickten Karton aufsammeln und mit feuchtem Papier nachwischen, auf Teppichen mit Klebeband aufnehmen. 4. Alle Rückstände und Reinigungsmaterial in ein luftdichtes Konservenglas geben. 5. Glas zur Sammelstelle für elektronische Geräte oder zur Verkaufsstelle bringen.
Wenn eine Lampe zerbricht, während sie leuchtet, entweicht mehr Quecksilber in die Luft als bei einer kalten, da bei Wärme der Anteil an
gasförmigem Quecksilber in der Energiesparlampe höher ist; in der kalten Lampe ist ein größerer Teil des Quecksilbers flüssig und haftet in kleinen Tröpfchen an den Innenwänden des Glases.[sup]
[34][/sup] Die Stiftung Warentest empfiehlt[sup]
[35][/sup] Energiesparlampen mit
Amalgamtechnik und einem doppelten Hüllkolben als Schutz gegen Zerbrechen der Leuchtstoffröhre, wobei es bei der Bruchsicherheit herstellerspezifische Unterschiede zu geben scheint.[sup]
[36][/sup] Das hier eingesetzte Amalgam ist eine metallische, bei Zimmertemperatur feste Quecksilberverbindung, die erst im Betrieb verdampft. Zerbricht eine solche Lampe im kalten Zustand, entweicht das Quecksilber nicht in die Atemluft. Allerdings benötigen solche Lampen länger, bis sie ihre maximale Helligkeit erreichen.