Wo ist für dich die Wahrnehmungsschwelle bitte? DAoC, Everquest, UO (war übrigens sogar bekannt genug, dass eine namhafte deutsche PC-Spielezeitschrift monatlich darüber berichtet hat. Sagen dir zufällig die "Belle Star Diaries" etwas?
), SWG, ...
Ja, und nach paar Ausgaben war die Belle Star wieder verschwunden. Damals kam ja noch hinzu, daß so ein Online-Spiel für die Mehrheit schlicht unbezahlbar war. Der Rest hatte nie grössere Bedeutung erlangt.
Die waren da und wurden gespielt, ohne Everquest z.B. wäre WoW wiederum niemals entstanden (dir ist natürlich klar dass Jeff Kaplan nicht von ungefähr von Blizzard angeheuert wurde, sondern weil er EQ-Veteran war und als solcher einiges an Erfahrung über PvE-Content mitbrachte?). Wenn es ein Spiel gibt, was "den Markt geöffnet" hat, dann streiten sich UO und EQ um diesen Titel. Erst nach denen wurde den Entwicklern klar, dass da was zu holen war.
Nach UO und EQ war den Entwicklern vor allem klar, dass sie einiges DRASTISCH verbessern müssten, um jemals den Massenmarkt zu knacken! Die erste Welle an MMORPGs war ein Nischenmarkt, um da jemals rauszukommen, wurden verschiedene Ansätze gewählt. Der bisher erfolgreichste Ansatz war die Ausnutzung eines bereits erfolgreichen Spieleuniversums mit WoW, der Ansatz über Fremdlizenz hat bei HdRO relativ gut, bei AoC weniger gut geklappt, wie sich WAR mit seiner Uralt-Tabletop-Lizenz da nun schlägt, wissen wir in ein paar Monaten. Vergleichbar zum Ansatz von WAR (in Sachen altes Offline-Spiel) ist evt. noch D&D Online, welches ja aus anderen Gründen eher mickrig blieb.
Dass Asien ein markt für die Entwickler ist hab ich auch nie bestritten, aber uns europäischen Spielern kann es strunzegal sein was Kollege Chinese/Koreaner/Japaner, etc. da drüben spielt, weil sie ANDERE Dinge haben wollen als wir. MMOs die hier für Furore sorgen interessieren dort teilweise keine Sau und andersrum.
Und genau DA ist WoW eine Ausnahme, ist es das, was alle anderen gerne hätten: Auf beiden Märkten erfolgreich! Das interessiert sehr wohl, gerad auch die Firmen, die in diesem Bereich investieren.
Worüber diskutieren wir hier? Singleplayer-RPGs? Echtzeitstrategie? Teamshooter? Nein. Es geht um MMOs, bzw. um WAR und WoW. Dass es hierzulande populäre Singleplayerspiele aus Asien gibt ist unbestritten (ob das umgekehrt so ist, keine Ahnung. Mir würden nur SC und ggf. noch CS einfallen, aber das sind wiederum keine reinen SP-Spiele).
Scheinbar möchtest du nur über Dinge diskutieren, die in dein Denkschema passen. Siehe auch oben. Ignoranz gegenüber dem grössten Videospielemarkt tut niemandem gut, nichtmal Microsoft.
Große Ähnlichkeit zu existierenden MMOs, Blizzard bzw. WarCraft als Namen dahinter, Riesenhype, wie um jedes Blizzardspiel (berechtigt oder nicht).
Hype? Wenn eine Firma den Erfolg erarbeitet und verdient hat, dann Blizzard. Und speziell bei WoW wars ja schon ein Selbstläufer, weil die Leute bereits von der OpenBeta derart begeistert waren wie von keinem MMORPG zuvor, schlug gut durch, auch in meinen damaligen CS-Clan, bei Arbeitskollegen usw... wie im Gegensatz dazu ein echter "Hype" aussieht, kannste an AoC verfolgen - viel Tamtam ohne Substanz dahinter, 800.000 verkaufte Einheiten zum Start und mittlerweile nach 3 Monaten vielleicht noch 200.000 Spieler.
Neeeeein, es gibt doch in WoW kein Rufgrinden... Und kein Partikel-oder-sonstwelche-lukrativen-Items-farmen... Oder Quests mit bis zu 40-50 zu tötenden Mobs (u.a. dank mieser Dropchance)... Das hat WoW alles nicht...
Sag mal, reden wir hier vom selben Spiel?
Sag mir lieber, reden wir vom selben Posting? Wo hab ich geschrieben, daß es dies nicht gäbe? Ich wollt dich nur drauf hinweisen, daß sogenanntes Farmen, also wiederholtes Ausüben ein und derselben Tätigkeit, in allen diesen Spielen dazugehört. Dabei ists vollkommen egal, ob das nun direkt per "Hau mir 30 XYZ um" oder indirekt "Besorg mir 10000 XYZ für das und das" erfolgt.
Rufgrinden? Verglichen mit den drei Tagen die ich geackert habe um meinen Ruf in Nagrand zu steigern, nur um an dieses dämliche Talbuk zu kommen sind die paar PQs in einem Kapitel in WAR ein Klacks. Und (GANZ WICHTIG!) man bekommt keine Probleme durch Spieler die einem Mobs vor der Nase wegschnappen, im Gegenteil, insgesamt profitiert man nur von Hilfe (bzw. braucht sie sogar).
Und wo MUSSTEST du das tun? Das Talbuk farmen ist OPTIONAL! Wer es tut, wer diesen Aufwand nicht scheut, bekommt halt etwas, was andere, die darauf keine Lust haben, nicht haben. Wo ist denn da das Problem? Ich stell es mir eher schrecklich vor, wenn man in einem Spiel ohne jeglichen Aufwand alles in den Po geschoben bekommt. Dann kann ich auch gleich CS zocken.
Aber unbestreitbar ist: "Ein paar" Spieler (ich glaube die Zahl lag im sechsstelligen Bereich) sind bei AoC geblieben - trotz aller Probleme. Dasselbe wird bei WAR passieren. Und bei Aion. Und bei Stargate Worlds und "KotOR Online". Und vielleicht sogar bei Star Trek Online. Die Liste ist natürlich ausbaufähig.
Ich würde also eher vom "langsamen ausbluten" sprechen. Allein weil immer mal wieder Leute abspringen, einfach weil ihnen zwar das Spiel gefällt, sie aber keine Lust haben immer dasselbe zu spielen und mal was Neues zu probieren. Einige kommen zurück, andere nicht.
Womit du sehr schön die aktuelle Schwäche des Genres an sich aufzeigst. Es stagniert wieder, wie vor WoW, nur eben auf höherem Niveau. Daß die größten Hoffnungsträger zuletzt allesamt aus dem Fantasy-Genre kommen, tut sein übriges dazu. Zwerge und Elfen, Mana und Magie, epische Schlachten und blafasel - der Markt für sowas ist nunmal begrenzt, man kannibalisiert sich gegenseitig die Kundschaft, und stellt sich dann wie der Mythic-Boss vor die Presse und bettelt darum, man möge doch bitte WAR kaufen, denn es wäre schlecht für die Branche, wenn es keinen Erfolgt hätte.. jaja.
Hätten sie halt was Innovatives gemacht anstatt des 100. Marchenspektaktels... aber halt, innovativ..... dann hätte es von EA ja kein Cash gegeben, sorry.