die Gegner warn ein Witz und Fähigkeiten hatte man auch nicht viele.
Bis Level 30 bekommst Du nach und nach alle aktiven Fähigkeiten. Wie in D2, da war die magische 30 auch der Punkt, an dem man an alle Talente im Baum herankam. Ab 30 bekommst Du dann "nur noch" Runen und passive Fähigkeiten, was sich aber schlimmer anhört als es ist, da einige der Runen manche Fähigkeiten schon deutlich beeinflussen/ ändern können und damit herumzuprobieren macht schon Laune. Ich wechsel meinen Build des Öfteren, um dies und das zu versuchen und zu sehen, ob das Sinn macht. Das ist halt der Vorteil des viel kritisierten neuen Skillsystems, man kann ohne große Umstände einfach mal die Fähigkeiten wechseln und schauen, was passiert.
Die Gegner sind ja, ähnlich der Ausrüstung, unterteilt: weiß beschriftete Gegner sind das übliche Kanonenfutter. Blau sind Champions, die meist in Gruppen von 3 - 4 Mannstärke auftreten. Gold sind so eine Art Miniboss, die meist noch das eine oder andere Add dabeihaben. Violett sind dann die "richtigen" Bosse (unübersehbar, weil die gern mal den kompletten Bildschirm ausfüllen, siehe Belial in Phase 2^^). Die Fähigkeiten speziell der blauen Kameraden nehmen mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad zu und sind stets zufällig zusammengestellt, so dass man nie weiß was kommt. In Normal haben sie je eine Fähigkeit und sind meist mit wenigen Treffern down. In Alptraum bekommen sie eine dazu, in Hölle haben sie dann logischerweise 3 Spezialfähigkeiten und ordentlich Lebenspunkte. Das kann dann schon mal knifflig werden, wenn man so nette Kombinationen wie "Verseucht" (Giftpfütze auf dem Boden) + Geschmolzen (Lavaspur) + Blocker (Wände wachsen aus dem Boden) hat. Da die Viecher eine Kollisionsabfrage haben kommt man nicht an ihnen vorbei, im Rücken wächst eine Wand aus dem Boden und unter einem brodeln 2 Voids. Da tickt man dann sekundenschnell zum Geistheiler, erst recht wenn man nur wenige Resistenzen auf dem Gear hat (was oft der Fall ist, weil die zufällige Wertezusammenstellung gern mal für den Popes ist). Inferno ist dann das Höchste der Gefühle, da haben die Mistviecher 4 Fähigkeiten, die bei ungünstiger Zusammenstellung teils kaum schaffbar sind. Also zu sagen, D3 wäre "casual" und zu leicht ist definitiv unwahr, im Gegenteil... kennt man Blizzards zugänglichen und einsteigerfreundlichen Fahrplan der letzten Jahre ("Jeder muss alles sehen und erreichen können"), erstaunt die harte, fast schon gnadenlose Gangart in Inferno. Im positiven Sinne natürlich. Fast wie in alten Zeiten, als viele Spiele aus Jungs noch Männer machten. Wie die Spieler aber so sind, fließen die Foren - speziell das offizielle - über vor Tränen, weil es zu schwer wäre. Kann man nur den Kopf drüber schütteln, wenn es leichter wäre würde ebenfalls geheult.
Erwähnenswert ist darüber hinaus, dass die Bosse erstaunlicherweise eher Beiwerk sind. Die Kämpfe sind zwar für ein Hack 'n Slay angenehm spektakulär inszeniert, teils mit mehreren Phasen und Enragetimern, was schon irgendwie an WoW erinnert. Aber die wirklich WIRKLICH harten Herausforderungen sind die Championgruppen, die in freier Wildbahn rumgammeln. Dementsprechend ist auch der Loot bei einem "richtigen" Bosskampf qualitativ nicht im mindesten besser als bei Champs, es gibt höchstens quantitativ mehr Items. Daraus resultiert auch die Tatsache, dass der gestandene D3-Spieler keine Angst vor einem Bosskampf hat... sobald jedoch eine blaue Championgruppe auftaucht, geht der Puls in bedrohliche Höhen. Klingt komisch, ist aber so.