Ich bin eigentlich ein Fan von Spielentwicklern, weil mich die Materie selbst sehr interessiert.
Einige Monate hatte ich auch noch den Glauben an FC, das sie die Wende schaffen und gute Inhalte kommen.
Die neuen Mmorpgs haben ein grunsätzliches Problem, sie werden immer mit dem Erfolg von WoW verglichen. Blizzard hat das geschafft, was kein anderes Spiel vorher erreicht hat.
Funcom steckte sich also grosse Ziele unter Gaute, der mittlerweile durch Craig ersetzt wurde. Das Konzept und die Realität gingen einfach zu weit auseinander und dort ist das Problem begraben.
Sie wollten ein Spiel für Erwachsene schaffen, vergassen aber wichtige Spielelemente und richtiges Zonendesign anzuwenden, das auch Massive PvP ermöglicht.
Die gute Grafik verhindert mehr als man sich hätte vorstellen können. Das neuartige versprochene PvP und die Keepschlachten waren zu Release auch nicht dort, wo sie hätten sein müssen. Mittlerweile hat sich das verbessert. Das ist wirklich ein + Punkt.
An was erinnert das AoC PvP System? Richtig, an das alte WoW PvP System. Das Mördersystem ist im Grunde eine nicht mal so schlechte Idee und würde sich richtig durchdacht gut in AoC einfügen. Wären da nicht ein paar kleine Details. Der 80er kann jetzt zwar keine Lowis mehr ganken, dafür die Lowis ihn und er kann nichts tun, wenn er keine Strafpunkte will.
Es ist sehr schade was mit AoC passiert ist. Gute Ideen und Potential kann man nicht abstreiten, wäre nur ein wenig mehr umgesetzt worden und mit bindenden Elementen verknüpft worden.
Gold ist in dem Spiel eigentlich sinnfrei, wie auch leider die Gildenstadt abgesehen von den Bonis oder bei T3 die Möglichkeit auf ein Battlekeep. Das Problem ist einfach da, das dabei nur die einzelne Gilde und die Angreifer gedacht wurde, nicht an die grosse Spielermasse, die auch irgendwie an spannenden Kämpfen teilnehmen möchten, ohne irgendeiner Gilde beizutreten.
Sprich ---> BGs, wenn es auch an WoW erinnert, müssen wir uns doch im klaren sein, das man sich an gewisse Elemente gewöhnt hat und richtig ins Spiel eingefügt, hätte AoC ein Vorreiter werden können.
Gaute udn seine Mitarbeiter trafen einfach ein paar Entscheidungen in die falsche Richtung. Gold sollte irgendwie verbracucht werden, mit Repkosten wie bei WoW oder einem Heiler wie der von WAR obwohl ich die Lösung nicht sehr gut finde. Es wurde einfach zu sehr für den Ultra Casual entwickelt, der keine Zeit für Gold farmen oder sonst was investieren will. Herausgekommen ist ein Spiel das in keinster Weise längerfristig begeistern kann.
Obwohl es eigentlich wirklich die Möglichkeit dazu gehabt hätte. Wenn ich es mit Hellgate London verglichen hab, dann nur aus dem Grund, weil ich gewisse Parallelen zwischen Flagship und Funcom sehe. Es kommt einfach zu lange nichts mehr, weil die eigenen Abläufe nicht funkionieren, was die ständigen Hotfixes erklären würde.
Wer glaubt, ich verachte AoC der irrt sich. Das Spiel hat Spass gemacht. In der Summe war es dann aber doch zuwenig an gebotenem Inhalt.
Deswegen finde ich, das es für FC nicht gut aussieht.
Features wie Gildenstadt, die sind unschlagbar, nur was haben sie damit gemacht? Wo blieben die feindlichen NPC Angreifer auf die Gildenstadt, die scheinbar nicht so funktioniert haben, wie gedacht? Ich glaube es wäre mir und anderen Spielern ziemlich egal gewesen ob es den Spass gebracht hätte der angedacht war, hauptsache es wäre mal etwas abgegangen. Mit einem Kriegsgong hätte man die Stadt ja zum Angriff einstellen können, ... aber das ist alles Zukunftsmusik.