ey,das kann doch gar nicht sein,das ich den nicht gesehen habe....kann das sein,dass der Film nur in einigen wenigen Kinos llief weil er nicht so scheiss kommerziell ist,das er überall laufen darf?????
Ja, ich weiß, Doppelposting saugt! Hier schien es mir jedoch angebracht, weil ich ein "älteres" Posting aufgreife.
Der Streifen lief tatsächlich nur in einigen wenigen Kinos.
also wenn das nicht eine Kritik für meinen neuen Lieblingsfilm ist,dann weiss ich auch net mehr....
also bei uns im Hamburger Raum lief der garantiert nur in einigen ausgewählten kinos...nicht EINEN Trailer bis dato davon gesehen.das gibts doch gar nicht...
Meine US-DVD ist heute angekommen und natürlich habe ich direkt einen Blick riskiert. Das filmische Erlebnis ist denn auch recht enttäuschend. Das Ding macht durchaus mehr Spaß als jeder "Resident Evil"-Klon und Konsort der letzten Jahre - aber es ist trotzdem kein großer Wurf. Was sich anfangs noch harmonisch zusammenfügt, wird in der Mitte doch ein wenig trashig (die "Mittelalter-Sequenz"), um dann mit einer zwar recht flott gefilmten, aber keinesfalls an das Original heranreichenden Huldigung an die "Mad Max II"-Verfolgungsjagd zu enden[1]. Wo anfangs ähnlich wie in "Dog Soldiers" reiner Spaß mit tatsächlichen Horror-Motiven eine stimmige Symbiose eingeht, so bleibt letztendlich nur der Geschmack von reinem Trash auf der Sehnerv-Zunge hängen. Auch wenn der Streifen zurückhaltender als Hommages wie "Return of the living dead" oder "Planet Terror" ist, wenn er seine Lieblinge zitiert, so sind die beiden letztgenannten Streifen trotz ihrer parodistischen Aufdringlichkeit tatsächlich die besseren. Der "Flop" ist also durchaus berechtigt (vor allen Dingen, wenn man bedenkt, daß sowohl "Return" als auch "Planet" nicht wirklich Erfolge waren).
Misfallen hat mir vor allen Dingen die ultraschnelle Schnittfolge in jeglichen Actionsequenzen. Das ist im Grunde eine Huldigung an die modernen Sehgewohnheiten, widerspricht aber den angeblich verehrten Originalen, die dort (siehe Anmerkungen zu "Road Warrior") erheblich mehr Finesse aufwiesen. Die "Gewaltkritik" hingegen kann ich nicht nachvollziehen. "Doomsday" ist erfrischend konsequent. Es wird nicht eben da abgeblendet, wo es unappetitlich wird (siehe den mit Gewalt (sic!) auf "FSK16" getrimmten Blödsinn "Resident Evil" und seine kalkuliert in Szene gesetzten Nachzügler), sondern die Kamera fängt eher beiläufig das Resultat der Gewalt ein. Gewalt ist hier weniger comicmäßig wie etwa die Blutfontänen in "Planet Terror", auch wenn hin und wieder selbstverständlich ein wenig übertrieben wird, wenn z. B. die Gauskurve eines abgetrennten Kopfes direkt auf die Kamera verweist. Warum man ausgerechnet bei diesem Film schneiden muß, um sich im Sinne der deutschen Gesetze nicht strafbar zu machen, entzieht sich völlig meiner Erkenntnis, weil eben auch die Motivation der Gewalt als auch deren Darstellung in keinster Weise einer Verherrlichung gleichkommt noch zur Nachahmung anregt. Gegen Blut-und-Gedärme-Happenings wie "Return of the living dead 3" oder gar "Dawn of the dead[2]" (Romero, nicht der weichgespülte "300"-Mann) ist das Ding gar nix (aber die sind ja nach wie vor beschlagnahmt, von daher schlechter Vergleich). Sagen wir mal so: Gegen einen "Hostel" bleibt auch "Doomsday" klar zurück. Auch das unsägliche "Hills have eyes"-Remake dürfte "härter" sein. Also in "gewaltverherrlichenden Dingen schlimmer" als die beschlagnahmten Sachen. Aber darüber wollte ich ja nicht reden. Zumindest nicht direkt.
Im Gedächtnis bleiben natürlich Bilder wie der wilde "Punk-CanCan" und der möchtegernmittelalterliche Schloßherr, den ein Schild mit der Aufschrift "Gift Shop" in seiner okupierten Heimat mehr als nur ein wenig in die selbstauferlegten Schranken verweist (Rollenspieler sollten sich ein Beispiel an dieser Lächerlichkeit nehmen).
Fazit: Schnell verdaulicher "Hommage"-Kram, der einfach untergeht, weil er eben keine eigene Identität vorweisen kann. Sobald man es sich angesehen hat, ist's vergessen - der Wiedersehwert dürfte im Gegensatz zu den wirklichen Perlen des Hommage-Kinos sehr gering sein (die Dinger sollte man eh mal sammeln - aber hier würde nur ein reiner Aufzählthread 'draus, wo jeder mal eben irgendeinen Film mit irgendeiner Parodie nennen würde).
Bimmbamm
[1] Wobei ich anmerken muß, daß für mich die "Road Warrior"-Endsequenz das bisher beste ist, was ich in dieser Form jemals gesehen habe. Hinter dieser brachialen Gewalt (wohlgemerkt in der ungeschnittenen Version - und es ist nicht nicht nur die Gewalttätigkeit, die da auf der Strecke bleibt, sondern der dynamische Schnitt an sich) bleibt jede andere Verfolgungsjagd zurück. Im "Road Warrior" fragt man nicht, ob sowas überhaupt möglich ist (siehe "Matrix 2" - der eh Unmöglichkeit zum Stilprinzip erhebt - oder "Bad Boys 2"), man ist einfach mittendrin in der perfekten dreckigen Schlacht zwischen kleinem Automobil und großem Lastwagen. "Mad Max II" ist selbstverständlich nicht nur aufgrund der entscheidenden motormobilen Schlacht der "Action-Film" schlechthin - aber das ist ein anderes Thema!
[2] Zumindest "Dawn of the Dead" liegt in so ziemlich jedem Kaufhaus aus. In der ungeschnittenen Fassung ist das Ding nach wie vor beschlagnahmt. Dafür darf man auch keine Werbung machen (z. B. auf Buffed und so). Ob die Erwähnung einer ungeschnittenen beschlagnahmten Fassung bereits Werbung ist, weiß ich nicht (davon ab gibt es auch geschnittene Versionen, die beschlagnahmt sind - das ist leider kein Gütesiegel). "Starship Troopers" ist z. B. indiziert, genauso wie "Scream". Die geschnittenen Versionen laufen allerdings im Fernsehen, deshalb gehe ich davon aus, daß man zumindest die Titel nennen darf. Ob man hier erwähnen kann und darf, daß es auch noch andere Versionen gibt? Entscheidet wahrscheinlich wieder der Staatsanwalt! Oder die buffed-Mods!