Siehst du, und das ist falsch. Es gibt keinen vernünftigen Grund, dorthin zu gehen? So ein Unfug. Ich kann dir mindestens mhm 5 Gründe nennen: Fertigkeitspunkte - Wissenswertes - Sehenswürdigkeiten - Herzen - Events - Rätsel - ( Wegmarken ).
Das sind natürlich Gründe, aber alle sind sie in der Spielmechanik begründet.
Aber warum sollte ich mit meiner Sylvari in einem Norn- oder Charr-Gebiet am A**** der Welt questen nur weil wo anders die Exp nicht ausreichen?
Die Norn-Gebiete will ich zum ersten mal sehen wenn ich einen Norn spiele. Die Fertigkeitspunkte und Vistas will ich mir dort holen wenn ich Lust darauf habe; als Abwechslung.
Wenn ja sorry, dann habt ihr genau 0 Entdecker-Drang. Wenn man nur stur seiner eigenen Story folgen will / wird, wird man früher oder später auf Probleme stoßen, die aber nicht die Schuld des Spieles sind, sondern des Spielers.
Das ist ganz einfach eine ziemlich armselige Unterstellung. Mein Entdeckerdrang reicht zumindest dafür, in Spielen Orte, NPCs und Geschichten zu kennen von denen die Mehrheit der Spieler wahrscheinlich noch nie etwas gehört hat.
Aber ich will das nicht alles auf einmal. Ich will nicht so schnell wie möglich jedes Setting sehen um es gesehen zu haben. Und vor allem will ich keine Bevormundung durch die Spielmechanik. "Es gibt Vistas, es gibt Sidekick, also kann man blind wo hinrennen und es ist immer toll..."
In jedem Gebiet gibt es ausreichend EP um die nötige Stufe zu erreichen, dabei MUSS man aber auch Events machen. Wenn man 0 Events in einem Gebiet macht, braucht man sich nicht wundern. Abseits davon kann man sich auch sehr gut mit Handwerk beschäftigen, dies bringt auch etliche EP ein ( man kann NUR durch die 8 Berufe Stufe 80 werden ).
Komisch. Ich habe in Caledon nicht nur die Herzchenquest gemacht, sondern auch an jedem Event in meiner Nähe teilgenommen; an manchen mehrfach. Ich habe alle Vistas und Fertigkeitspunkte "erkundet" und war beim Crafting am Anschlag. D.h. ich habe aus meinen Berufen alles rausgeholt was mit den gefundenen Mats rauszuholen war. Genauso habe ich es in Brisban gehalten (Ich kann gar nicht mehr zählen wie oft ich da den Skritkönig und Mrot Brotu verteidgt habe), ein paar Stunden WvWvW gespielt und natürlich auch den Hain erkundet.
Damit war ich Level 16 und hatte nurnoch 20+ Quests in dem Gebiet.
Das Story-Telling fehlt nicht, man muss sich nur ein wenig bemühen. NPC's anquatschen und mit denen reden, oder einfach mal Bücher lesen und voila - du erfährst mehr über die Welt & die Geschehnisse als z.B. in SW:TOR. Die Story in GW2 ist einfach weit tiefgründiger und wesentlich besser eingebaut, nur muss man sich bemühen und danach suchen. Wer hofft, dass einem ein NPC alles wie einem Kind vorliest... tja, gibt es hier ( Gott sei Dank ) nicht.
Storytelling läuft auf vielen Ebenen ab. Das beginnt mit dem was man tut, und besteht aus erzählten Geschichten und dem was es zu entdecken und erforschen gibt. Hierbei eine Ebene weg zu lassen ist in meinen Augen einfach kein Qualitätsmerkmal. Es ist das was ich in WoW bekomme wenn ich keine Questtexte lese. Die Zentaurenangriffe im Brachland zeigen mir wer mein Feind ist, und wenn ich NPCs anquatsche erfahre ich woher sie kommen und warum sie keine Tauren mögen.
Wem das genügt um Zentauren im Brachland, Stonetalon und Desolace zu töten, der soll es tun. Es schadet aber garantiert nicht dies auch durch aktives Storytelling zu unterfüttern, das Handeln mit dem Schicksal fiktiver Personen zu verknüpfen und das ganze in eine schöne Kampagne einzubetten in der man erst die eigenen Ländereien verteidigt, danach den Feind zurückdrängt um letzt endlich durch politische Ränkesschmiederei die feindlichen Clans und ihre Heimat in's Chaos zu stürzen.
Und ernsthaft... GW2 hat keine Immersion? Wahrscheinlich hast du die Bücher nicht gelesen und dich im Vornherein 0 mit der Story beschäftigt, ansonsten könnte man so eine Aussage kaum bringen.
Ich habe auch keine Elder Scrolls, KotOR oder Warhammer Bücher gelesen...
Aber wenn ein paar hundert Seiten Text das Spiel besser machen, dann sollte man sie im Spiel vielleicht nicht dort verstecken, wo sie Menschen mit Buchstaben-Phobie möglichst wenig belästigen.
NPCs für Hintergrundinformationen habe ich schon vor vielen Jahren in FF1 angequatscht. Seit dem haben Spiele davon profitiert das Storytelling mit der Handlung zu verknüpfen. Vielleicht fehlt mir aber auch nur der Sinn für "Oldschool-Mechaniken"