Ich glaube, wenn man hört, dass jemand schwul ist, denken die meisten Menschen eben doch zu allererst an gängige Klischees.
Als ich mal einen schwulen Bekannten einer Freundin kennengelernt habe und er mich gefragt hat, ob ich mir das nicht auch vorstellen könnte, mal mit nem Mann was zu haben, da kam mir fast das Frühstück wieder hoch.
Habe seit dem auch regelrecht Ablehnung dagegen, überhaupt mit einem Schwulen zu reden, bzw. sich auf freundschaftlicher Basis kennenzulernen, weil man Schiss hat, man könnte "angemacht" werden. Und das ist dann wirklich recht abstoßend. Andererseits einfach nur ein sozialer Prozess, der einem fremd ist... man kann ja auch einfach drüber lachen und dankend ablehnen, statt einen Würgereiz zu bekommen und alle Schwulen zu verteufeln. ^^
Aber das sind Gewöhnungsprozesse schätze ich, für die meisten ist Homosexualität immer noch sehr fremd und entsprechend verhält man sich dann.
Generell muss man allem mit Toleranz begegnen, ob schwul, schwarz, weiß oder Marsmännchen. Aber alles braucht seine Eingewöhnungszeit, vorallem dann, wenn man nicht täglich von besagten Personen umgeben ist sondern sie nur sporadisch mal kennenlernt. Macht man dann auch noch schlechte Erfahrungen ("der hat mich angeschwult OMG!"), dauert es erfahrungsgemäß noch länger, entsprechende Toleranz zu zeigen.
Und bei noch festgefahreneren Klischees wie z.B. dem gängigen Superhelden-Bild, wirkt Homosexualität für die meisten sicherlich umso befremdlicher.
Das bedeutet wohl nicht, dass es nicht möglich ist, es sich vorzustellen. Zumal Superhelden sowieso nur imaginäre Figuren sind...