Sollte SWTOR ein Reinfall werden, wird dies sicherlich nicht jeder Fan mitbekommen. Um Gottes Willen, die meisten Fans sind jenseits der 45 und haben kein Interesse an einem Online Rollenspiel. Aber es geht hier doch um die so genannte Marktrelevante Gruppe. Irgendwas zwischen 14 und 28.
Es ist nicht die 40+ Generation die über die Zukunft der Marke und potentielle neue Filme, Bücher, Serien etc. entscheiden wird. Ein MMO kann, wenn es richtig eingesetzt wird, ungeahnte Möglichkeiten im Bereich Marketing eröffnen. Sollte es ein Flop werden, wäre dies auf jeden Fall ein kleiner schwarzer Fleck auf der bisher doch recht makellos weißen Weste von Lucas (Arts-Film etc.).
Bisher hatte wirklich jeder Film, jede Serie und jedes Buch Hand und Fuß, ob es einem gefällt oder nicht. Ich persönlich mochte die neuen Filme nicht, dennoch waren sie sehr gut gemacht und waren, wenn man es so, nimmt Blockbuster. Hier wurde und wird nichts dem Zufall überlassen, einfach aus dem Grund, weil George mit Argus Augen auf sein Baby, die Marke SW, wacht. Auch bei einem Spiel. Gerade wenn so viel Geld im Spiel ist.
Es wird von der "alten Garde" an Fans ja sehr oft über die neuen Filme und CloneWars hergezogen. Dabei sollte man nicht vergessen was Georg Lucas geschafft hat, er hat ein altes Brand welches fast 20 Jahre lang vor allem von den alten Fans gefplegt worden ist, in die nächste Generation geführt. Daran ist zb: Star Trek gescheitert, welches sich vor allem über die alten Fans über Wasser hält.
Episode 1-3 haben wieder neue Fans angelockt, welche, wenn sie zb Episode 1 mit 6 Jahren gesehen haben, jetzt im idealen MMO-Alter sind. Und mit der auf etwas jüngeres Publikum ausgerichteten Clone Wars, "züchtet" Lucas gerade erfolgreich die nächste Star Wars Generation heran. (Star Wars war jetzt drei Jahre in Folge die erfolgreichste Spielwaren-Marke in den USA, 2010 waren es 300.Mio Spielwarenumsatz.)
Deshalb ist SWTOR wohl auch das MMO, welches von den kommenden MMO´s das größte potential besitzt die MMO-Spielerschaft zu erweitern. MMO´s sind weitaus akzeptierter als zu SWG-Zeiten und Bioware kann auch aus einer großen SP Fangemeinde schöpfen. Sicherlich wird der MMO-Markt nicht mehr um mehere Millionen wachsen, aber ein paar hunderttausend Spieler könnte SWTOR wohl zusätzlich in den Markt bringen. Wenn SWTOR tatsächlich ein großer Erfolg wird, bietet es damit natürlich manigfaltige Möglichkeiten das Star Wars Universum mit Büchern oder gar Filmen zu erweitern. Sollte es Floppen dürfte es die Marke Star Wars wenig schädigen, denn SWG hat ja schon bewiesen dass die Marke sowas problemlos aushält.
Das heißt die Spieler werden sich neu verteilen?
Aber was machen diejenigen unter euch, die schon mehr als 4 Jahre am Stück ein MMO spielen?
Grundsätzlich ist für den langzeiterfolg eines MMO´s die soziale Bindung ein entscheidender Faktor, da viele das Spiel nicht mehr wegen der Qualität sondern wegen den Leuten spielen. Ich denke den meisten wird es so wie mir gehen, dass ein Spiel nach ein paar Jahren dauerbetrieb seine "Magie" verliert, dann fühlt sich selbst der neue Content irgenwann nicht mehr neu an.
Eigentlich müsste man meinen desto länger man ein Spiel spielt, desto schwieriger wird ein wechsel. Aber ich denke desto länger ein Spiel läuft, für desto mehr Spieler geht die Faszination eines Spiels verloren, wenn dann eine kritische Menge an Ingame-Freunden so empfindet, ist ein Spieler wechsel möglich. Und dann schlägt der Sozialefaktor genau in gegenteil um, denn aufgrund der Sozialenbindung wechseln auch Spieler welche das Spiel nicht satt haben, aber weiter mit ihren Kumpels spielen wollen.
Ich denke der Erfolg von Rift war ein anzeichen dafür, dass Momentan das wechsel Potential recht hoch ist. Dies liegt mit sicherheit auch daran, dass die meisten erfolgreichen MMO´s schon mehrere Jahre laufen.
Es traut sich kaum ein Entwickler bzw. Geldgeber mal vom altebekannten Inhalt abzuweichen. Verwunderlich ist oft nur, dass sich die Studios nach ein paar Monaten wirklich noch wundern, warum die Spieler abhauen.
Ich denke ein großes Problem ist, dass die Spielerschaft immer wieder Inovation fordert, aber diese dann nicht honoriert. Wenn man sich die letzten Jahre so anschaut, waren die einzigen wirklich erfolgreichen grundlegend inovativen Spieleserien, die Sims und Portal. Im Budget- und Appmarkt ist die Akzeptanz etwas höher (zb.: Minecraft, Angrybirds) aber bei den Vollpreistiteln sind neue wege Kassengift. Es ist ja nicht so das gerade kleine Programierteams keine Inovativen Titel programieren, aber die Meisten scheitern dann am Markt.
Es ist wohl für das Kaufverhalten der Spieler sehr bezeichnend, dass mit den Egoshhotern, dass mit abstand inovationsärmste Gerne auch gleichzeitig das Erfolgreichtse ist.
Insofern kann ich persönlich es durchaus auch verstehen, dass bei dem schitzophrenen verhalten der Spielerschafft, die Publisher und Entwickler eher auf dass setzen was nachweißlich funktioniert.