Sethek
Welt-Boss
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Genau die Situation haben wir doch im MMO-Bereich. Das ganze is eine sich selbst verzehrende Geldkreislaufmaschine, ein eigentlich total abgedrehtes System, wenn mans nüchtern betrachtet.
Seit Jahren werden Spiele auf den Markt geworfen, die kaum Innovation bieten, denn Innovation ist gefährlich und kostet Geld in der Herstellung. Die Spielemagazine kreieren den Hype, der Kunde kaufts, daddelt ne Weile, dann kommt das nächste Spiel, der nächste Hype.
Warum, möchte man fragen, machen die Unternehmen das? Weils der sicherste Weg ist, mit Boxverkäufen und den Abos und irgendwann mit f2p-itemshop einen vernünftigen Profit zu machen. Wenn mans nicht übertreibt (siehe FFXIV), dann kann dabei nix schiefgehen.
Warum machen de Magazine/Testseiten da mit? Weil sie genauso davon profitieren. Der Kunde möchte Heidiwutschkawertungen und sich auf etwas freuen. Der Kunde will den Hype, und was am besten hyped, wirkt am sensationellsten und wird gekauft/abonniert. Wer hingegen realistisch bewertet, sägt den Ast ab, auf dem er sitzt - und welches Unternehmen (und professionelle Reviewer sind genau das) macht das schon?
Und der Kunde? Zum einen hat er keine Wahl da keine Alternativen, zum anderen möchte er den Hype, will sich gut fühlen und sich freuen.
Das erklärt mMn auch die wahnsinnige Bandbreite an Wertungen seitens Kritikern bei TSW, denn das ist anders. Sowas bedroht prinzipiell schonmal das jahrelang für Tester und Hersteller profitable System - Innovation sollte ja tunlichst nur sehr sehr wohldosiert eingesetzt werden.
Ums klar zu sagen: Ich habe negative reviews gelesen, da konnte ich sagen "Ja, das ist objektiv, nachvollziehbar - ok, ist ne Meinung." und andere, die waren tatsächlich dermaßen unsachlich, dass ich wirklich geneigt bin, eine "hidden agenda" zu unterstellen - ob der Seitenbetreiber in diesen Fällen tatsächlich versucht, mit Schockwirkung clicks zu fangen, ob "independent-Seiten" billig kaufbar sind (interessant, wie oft GW2 schon vor erscheinen als "bessere Wahl" angepriesen wird...das nenn ich mal echten Journalismus) für die Konkurrenz oder ob andere Gründe ne Rolle spielen, vermag ich nicht zu sagen.
Was mir Mut macht, ist, dass die Tendenz grad bei metacritic im Spielebereich tatsächlich dahingeht, dass es eine immer öfter zu tage tretende Diskrepanz gibt zwischen den "bejubelten Mainstream-Produkten" (die dem System brav folgen und es nicht gefährden, zuletzt D3) und den privaten Kritiken. Eventuell erlebe ichs noch im gamerfähigen Alter, dass diese elende Stagnationsmühle mal auseinanderbricht.
Aber vermutlich läuft alles weiter wie bisher - GW2 folgt brav dem System, wird brav gehyped, brav gekauft und 3-6 Monate später kommt das "next big thing" - vermutlich die Nebel, das wird auch gehyped, brav gekauft, und weitere 3-6 Monate kommt der nächste beinahe identische Titel in neuem Gewand, wird gehyped, gekauft...tja, so isses halt.
Seit Jahren werden Spiele auf den Markt geworfen, die kaum Innovation bieten, denn Innovation ist gefährlich und kostet Geld in der Herstellung. Die Spielemagazine kreieren den Hype, der Kunde kaufts, daddelt ne Weile, dann kommt das nächste Spiel, der nächste Hype.
Warum, möchte man fragen, machen die Unternehmen das? Weils der sicherste Weg ist, mit Boxverkäufen und den Abos und irgendwann mit f2p-itemshop einen vernünftigen Profit zu machen. Wenn mans nicht übertreibt (siehe FFXIV), dann kann dabei nix schiefgehen.
Warum machen de Magazine/Testseiten da mit? Weil sie genauso davon profitieren. Der Kunde möchte Heidiwutschkawertungen und sich auf etwas freuen. Der Kunde will den Hype, und was am besten hyped, wirkt am sensationellsten und wird gekauft/abonniert. Wer hingegen realistisch bewertet, sägt den Ast ab, auf dem er sitzt - und welches Unternehmen (und professionelle Reviewer sind genau das) macht das schon?
Und der Kunde? Zum einen hat er keine Wahl da keine Alternativen, zum anderen möchte er den Hype, will sich gut fühlen und sich freuen.
Das erklärt mMn auch die wahnsinnige Bandbreite an Wertungen seitens Kritikern bei TSW, denn das ist anders. Sowas bedroht prinzipiell schonmal das jahrelang für Tester und Hersteller profitable System - Innovation sollte ja tunlichst nur sehr sehr wohldosiert eingesetzt werden.
Ums klar zu sagen: Ich habe negative reviews gelesen, da konnte ich sagen "Ja, das ist objektiv, nachvollziehbar - ok, ist ne Meinung." und andere, die waren tatsächlich dermaßen unsachlich, dass ich wirklich geneigt bin, eine "hidden agenda" zu unterstellen - ob der Seitenbetreiber in diesen Fällen tatsächlich versucht, mit Schockwirkung clicks zu fangen, ob "independent-Seiten" billig kaufbar sind (interessant, wie oft GW2 schon vor erscheinen als "bessere Wahl" angepriesen wird...das nenn ich mal echten Journalismus) für die Konkurrenz oder ob andere Gründe ne Rolle spielen, vermag ich nicht zu sagen.
Was mir Mut macht, ist, dass die Tendenz grad bei metacritic im Spielebereich tatsächlich dahingeht, dass es eine immer öfter zu tage tretende Diskrepanz gibt zwischen den "bejubelten Mainstream-Produkten" (die dem System brav folgen und es nicht gefährden, zuletzt D3) und den privaten Kritiken. Eventuell erlebe ichs noch im gamerfähigen Alter, dass diese elende Stagnationsmühle mal auseinanderbricht.
Aber vermutlich läuft alles weiter wie bisher - GW2 folgt brav dem System, wird brav gehyped, brav gekauft und 3-6 Monate später kommt das "next big thing" - vermutlich die Nebel, das wird auch gehyped, brav gekauft, und weitere 3-6 Monate kommt der nächste beinahe identische Titel in neuem Gewand, wird gehyped, gekauft...tja, so isses halt.