Daher müssen wir uns zu einem der Extreme bekennen wenn wir einen Wandel wollen, Anarchisten hin oder her,
was neues muss her und kein Abklatsch alter unpraktikabler Systeme.
Eh klar. Und wenn's dann mal wieder aus dem Ruder läuft, stehen wir alle im Kollektiv wieder da und sagen: 'Ja neee, so ham wir das nich gewollt - ICH??? - neenee, da war ich nich dabei...'
Und es läuft aus dem Ruder. Der Mensch ist für soziale Bündnisse nicht geschaffen, es sind immer nur ein paar, die das können. Und in einem halben Jahr haben sie schon wieder andere Interessen. (ich geh ma davon aus, das Du mit extrem nix braunes meinst)
Der Mensch ist nur unter Zwang beständig; und Zwang resultiert aus Angst. Lass ihm seinen freien Willen und jegliches soziale Empfinden für andere Menschen ist dahin und alles was bis dahin richtig und gut war auch. Setz ihn unter Druck - und das gleiche passiert. Letztendlich geifert jeder nur nach seinem eigenen Wohlergehen, auch unterm dem Mäntelchen der Sozialisierung. Und Angst ist der Treibstoff.
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Ich dacht immer die ganzen Studenten tummeln sich im 'Gott und die Welt' Forum...... ;-)
Dein Vergleich von RL zu WoW hinkt für mich in einem ganz wichtigen Punkt: Im RL hat man den persönlichen, spürbaren Kontakt, da sieht man seinem Gegenüber ins Gesicht, sieht die Augen, hört die Stimme, spürt die Emotion!
Im WoW fehlt dieser persönliche Bezug komplett.
Und ich als Gildenleiterin kann Dir sagen, wenn ich Nähe brauche mache ich meinen PC aus und beschäftige mich mit meinem Freund und meiner Familie - so einfach ist das. Denn das kann mir kein virtueller Pixelhaufen und ein Gildenchat ersetzen, allein schon aus oben genannten persönlichem Bezug heraus.
Aber in einem gebe ich Dir vollkommen recht: Im RL so wie in WoW gibts Menschen, die sich allein nicht helfen können, die froh sind wenn ihnen einer sagt wo's langgeht. Ich hab beruflich sehr viel mit Menschen zu tun und kann Dir eins verraten: Der Großteil von diesen Menschen möchte es auch garnicht anders haben. Sie sind wahnsinnig erleichtert, keine Verantwortung übernehmen zu müssen, schaffen es vielleicht gerade so für sich selbst und ihre Angehörigen das zu tun.
Und deswegen tut sich in unserem Land auch nix - geschimpft wird immer viel und jeder wills anders haben, und dann is auch schon Schluß, weil sich selber mal für was stark zu machen kommt nicht in Frage, das können andere besser. Und weil viele so denken ist jede Revolution im Keim erstickt. Daran wird auch die Wirtschaftskrise nix ändern.